Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. August 2013

Ausstellung im Landtag zum Antisemitismus in der DDR ist gut und wichtig

Julian Barlen: Wichtiger Beitrag zur Arbeit gegen heutigen Rechtsextremismus und Antisemitismus

Zur heutigen Eröffnung der Ausstellung "Das hat's bei uns nicht gegeben. Antisemitismus in der DDR" im Besucherraum „Pferdestall" des Landtags erklärt der extremismuspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen:

"Die Ausstellung widmet sich einem wichtigen Thema. Ziel ist es, den Mythos einer DDR ohne Antisemitismus kritisch zu hinterfragen und Anspruch und Wirklichkeit einer Staatsdoktrin zu untersuchen. Dabei zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, dass eine gesellschaftlich verordnete Tabuisierung nicht zum Abbau von extremistischen Einstellungen führt. Im Gegenteil, eine fehlende Aufarbeitung schürt Vorurteile und verfestigt bestehende Denkstrukturen und Handlungsweisen, die sich in Hass und Gewalt entladen können.

Eine demokratische Gesellschaft steht deshalb in der Pflicht, sich offen mit ihrer Geschichte zu beschäftigen und extremistische Tendenzen wissenschaftlich fundiert zu untersuchen. Gerade vor diesem Hintergrund ist die gelungene Ausstellung der Antonio Amadeo Stiftung gut und wichtig. Deren Grundlage bilden die Ergebnisse, die 76 Schüler/innen unterstützt von Historikern und Pädagogen bei ihren Forschungen im Osten Deutschlands zu Tage brachten.

Mit der Ausstellung wird auch ein wichtiger Beitrag zur Arbeit gegen heutigen Rechtsextremismus und Antisemitismus geleistet. Sie kann somit zur Aufklärung beizutragen und zur Stärkung demokratischer Einstellungen führen. Ich hoffe deshalb, dass viele Besucherinnen und Besucher des Schlosses die Gelegenheit zum Besuch im ‚Pferdestall' nutzen."

Hinweis: Die Ausstellung der Antonio Amadeu Stiftung „Das hat es bei uns nicht gegeben!" ist vom 20. August bis 17. September mit 14 Ausstellungstafeln im Besucherraum „Pferdestall" des Landtags Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.

Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus