Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
05. Dezember 2014

Brauchen individuelle Lösungen zur Integration von Langzeitarbeitslosen

Martina Tegtmeier: 40 Prozent haben schwere gesundheitliche Probleme

Zur heutigen Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung "Zukunft der Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern" erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion Martina Tegtmeier:

"Die Arbeitsmarktkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung hat heute gezeigt, dass gerade beim Thema Langzeitarbeitslosigkeit keine einfachen Lösungen existieren, die betroffenen Menschen wieder in eine reguläre Beschäftigung zu bringen. 40 Prozent der Langzeitarbeitslosen haben schwere gesundheitliche Probleme, die eine Rückkehr in Beschäftigung behindern.

Wenn man über die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit redet, dann darf es nicht nur um die 'Verwertbarkeit' der Arbeitskraft von Langzeitarbeitslosen für die Wirtschaft gehen. Die permanente Forderung der Landtagsoppositionsfraktionen nach Einführung des Passiv-Aktiv-Transfers bei der Arbeitsmarktförderung kann daher immer nur ein Baustein sein. Wir benötigen aber zusätzlich auch niederschwelligere Beschäftigungsangebote, die nicht in erster Linie auf den ersten Arbeitsmarkt abzielen. Eine stärkere Orientierung des Bundes auf diesen Bereich wäre daher sehr wünschenswert.

Für die Rückkehr von langzeitarbeitslosen Menschen in reguläre Beschäftigung gibt es keinen Königsweg. Wir benötigen für jede und jeden Langzeitarbeitslosen eine individuelle Lösung, müssen jeden Menschen auch als solchen mit all seinen Schwächen und Stärken fördern."

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Innenpolitik, Kommunalpolitik, Gleichstellungspolitik
  • Innen- und Europaausschuss, Sozialausschuss