Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
05. September 2013

Demografischen Wandel auch als Chance begreifen

Rainer Albrecht: Land muss sich auf veränderte Bedingungen rechtzeitig vorbereiten

„Mecklenburg-Vorpommern als Land der Generationen vermarkten“. So lautete ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und SPD, der heute vom Landtag beschlossen wurde. Hierzu erklärt das Mitglied der Enquetekommission „Älter werden in M-V“ und baupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Albrecht:

„Wir werden älter und wir werden weniger. Auf diese veränderten demografischen Bedingungen, von denen Mecklenburg-Vorpommern besonders betroffen ist, muss sich die Landespolitik rechtzeitig vorbereiten. Unser Ziel muss es dabei sein, die gesellschaftliche Solidarität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Mecklenburg-Vorpommern soll ein ‚Land der Generationen’ sein: ein Land in dem mehrere Generationen miteinander leben, aufeinander zugehen, füreinander da sind.

Wichtig ist vor allem, dass wir den demografischen Wandel auch als Chance begreifen und diesen aktiv gestalten. So wollen die Regierungsfraktionen von SPD und CDU das darin liegende Potenzial nutzen, um es zum Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land zu machen. Das ist eine politische und gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können.

Geeignet ist die Initiierung entsprechender Leitprojekte insbesondere in den Bereichen des Stadtumbaus und altersgerechten Wohnens, des Tourismus sowie der Gesundheitswirtschaft. Vor allem die Gesundheitswirtschaft gewinnt mit 90.000 Beschäftigten immer mehr an Bedeutung. Hier ist unser Land mit einer Steigerung der Bruttowertschöpfung seit 2005 um rund 60 Prozent bereits gut aufgestellt. Daran gilt es u.a. mit dem ‚Masterplan Gesundheitswirtschaft M-V 2020’ anzuknüpfen.

Ein weiterer wichtiger Zukunftsmarkt ist der barrierearme bzw. -freie Tourismus sowie der Ausbau der Angebote im Wellness- und Gesundheitsbereich. Und vor dem Hintergrund der Alterung in der Gesellschaft müssen wir verstärkt für eine barrierefreie Wohnraumanpassung sorgen. Für diese wohnungspolitischen Aufgaben müssen wir in der Enquete-Kommission nun möglichst einvernehmliche Lösungen erarbeiten und dabei auch klären, wie diese finanziert werden können und wer sie umsetzt.

Auch wenn wir auf gutem Wege hin zum ‚Land der Generationen’ sind, sind noch weitere Anstrengungen notwendig. Mit dem heute beschlossenen Antrag geben die Regierungsfraktionen dazu einen wichtigen Impuls.“

  • Vorsitzender des Energieausschusses
  • Sprecher für Bau und Landesentwicklung
  • Wirtschaftsausschuss, Energieausschuss