Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
06. April 2021

Fachkräfteoffensive für die Kitas im Land erhält weiteren Aufwind

Das Modellprojekt zur Ausbildung als „Staatlich anerkannte Erzieher*innen für 0- bis 10-Jährige“ in Mecklenburg-Vorpommern wird nach Beschluss der Kultusministerkonferenz nun auch bundesweit als Abschluss und Vorqualifizierung als „Staatlich anerkannte Erzieher*innen“ aufgewertet. Dazu erklärt Andreas Butzki, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag: 

„Als Modellprojekt sind wir 2017 in Mecklenburg-Vorpommern mit der neuen Ausbildung zu ‚Staatlich anerkannten Erzieher*innen für 0- bis 10-Jährige‘ gestartet. Die Ausbildung wird nun noch attraktiver. Jetzt unterstützt die Kultusministerkonferenz die starke Initiative der SPD-Fraktion gegen den Fachkräftemangel in den Kitas, indem die Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsgangs nun den bundesweit anerkannten Abschluss ‚Staatlich anerkannte Erzieher*in ‘ aufsatteln und den Abschluss somit sogar in der Hälfte der üblichen Ausbildungszeit erhalten. Das ist ein weiterer Anreiz für junge Menschen, sich für diesen tollen Beruf zu entscheiden. Auch neue Ausbildungsmodelle zu wagen und dabei die Fachlichkeit und Professionalität zu wahren, ist der richtige Weg in die Zukunft und gegen den Fachkräftemangel in den Kitas. Allein, dass 120 Schüler*innen in diesem Ausbildungsjahr begonnen haben, ist ein großartiges Zeichen. Ausschlaggebend für den Erfolg des Modellprojektes sind unter anderem der hohe Praxisbezug, die Vergütung für die Auszubildenden sowie die enge Bindung der Auszubildenden an die Einrichtungen und Träger.

Ein wichtiges politisches Ziel ist für uns, dass alle Kinder gleiche Bildungschancen erhalten. Darum haben wir im Landtag auch die Beitragsfreiheit für die Kitas mit durchgesetzt. Denn Bildung muss für alle von der Kita bis zur Hochschule kostenfrei zugängig sein. Die Beitragsfreiheit war zugleich die bislang größte Netto-Gehaltserhöhung für die Familien in unserem Land. Zugleich haben wir damit auch die Löhne bei den Erzieherinnen und Erziehern erhöht und die Tarifbindung in der Branche fast verdoppelt. Auch das war ein wichtiger Schritt, um mehr Fachkräfte für die frühe Bildung der Kinder in MV zu gewinnen und zu halten. Die so wegfallenden Elternbeiträge fehlen jedoch keineswegs in den Kitas, denn diese werden vom Land getragen.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in den Kitas bleibt auch die nächsten Jahre eine echte Herausforderung. Darum unternimmt das Land zu den bisherigen Initiativen noch weitere Anstrengungen. Unter richtet MV einen Aufbauweiterbildungsgang als berufsbegleitende Qualifizierung zu „Staatlich anerkannten Erzieher*innen“ auf. Dieser beginnt bereits mit dem neuen Schuljahr 2021/2022.“

Kontakt
  • stellv. Fraktionsvorsitzender
  • Sprecher für Schulpolitik/Berufliche Bildung
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