Im Wissenschaftsausschuss des Landtages hat Wissenschaftsministerin Bettina Martin heute den Abschlussbericht der Kommission für eine Wissenschafts- und Forschungsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Für ihren Bericht führte die Kommission, unter der Leitung von Prof. i.R. Dr. Peter Strohschneider, Gespräche mit mehr als 60 Akteuren aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie aus der Politik. Die Kommission hat darin Empfehlungen für die künftige Ausrichtung der Hochschul- und Forschungslandschaft im Land erarbeitet. Eine wichtige Erkenntnis: Die Hochschulen spielen eine Schlüsselrolle als Innovationsmotor, vor allem für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.
Gerade weil es im Land nur wenige große Unternehmen gibt, die selbst umfangreich in Forschung investieren können, kommt dem Wissenstransfer aus den Hochschulen eine besondere Bedeutung zu.
„Unsere Hochschulen sind sehr leistungsfähig und verfügen über enormes Potenzial – das macht der Bericht deutlich. Jetzt geht es darum, dieses Potenzial noch besser zu nutzen“, erklärt der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dirk Stamer. „Wenn unsere Unternehmen die anstehenden Transformationsprozesse meistern sollen, brauchen sie moderne Technologien, innovative Ideen und vor allem: noch mehr Teamwork mit unseren starken Hochschulen.“
In den vergangenen Jahren seien bereits viele Maßnahmen ergriffen worden, um die Forschung in MV substantiell zu stärken. Stamer verweist auf den Fusionsreaktor Wendelstein 7-X in Greifswald, der als weltweit größter Stellarator neue Maßstäbe in der internationalen Grundlagenforschung setzt. Mit dem HEDI-Institut in Rostock werde zudem die Laserfusion weiterentwickelt – ein Zukunftsfeld mit großer Bedeutung für eine sichere und perspektivisch günstige Energieversorgung.
„Wir brauchen uns vor anderen Ländern nicht zu verstecken. Mecklenburg-Vorpommern ist bundesweit anerkannt für seine Forschung zur Kernfusion. Von diesen Technologien wird perspektivisch auch unsere Wirtschaft profitieren. Deshalb werden wir uns weiterhin konsequent für diese Projekte einsetzen“, so Stamer.
Um das Teamwork zwischen Unternehmen und der Wissenschaft und Forschung weiter zu stärken, hat die SPD-Fraktion dafür gesorgt, dass kleine und mittlere Unternehmen Unterstützung bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz in kleinen und mittleren Unternehmen. Im kürzlich beschlossenen Doppelhaushalt wurden dafür zusätzliche drei Millionen Euro bereitgestellt. Die Mittel fließen in die Unterstützung von Unternehmen durch das an der Universität Rostock angesiedelte KI-Zentrum.
„Schon heute helfen unsere Hochschulen vielen Unternehmen beim Einsatz von KI. Diese Unterstützung wollen wir gezielt ausbauen, damit Innovation schneller in die Praxis kommt und Wertschöpfung im Land entsteht“, betont Stamer und ergänzt: „Es ist dieses gute Teamwork auf das wir weiter setzen wollen und werden. So bringen wir alle gemeinsam unser Land voran. Es ist gut, dass die Ministerin schon angekündigt hat, sich intensiv mit den Empfehlungen zu beschäftigen und schnell mit den Universitäten ins Gespräch zu kommen.“
