Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat heute den Zielvereinbarungen 2026 bis 2030 mit den staatlichen Hochschulen im Land zugestimmt. Damit erhalten die Hochschulen Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und klare Entwicklungsziele für die kommenden Jahre.
„Mit den Zielvereinbarungen schaffen wir stabile Perspektiven für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Hochschullandschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Dirk Stamer. Forschung, Lehre und Studienangebote würden gezielt weiterentwickelt und an den Stärken der einzelnen Standorte ausgerichtet.
Die Zielvereinbarungen setzen Schwerpunkte unter anderem bei der Lehrkräfteausbildung, der internationalen Ausrichtung von Forschung und Lehre, der medizinischen Ausbildung und der Fortführung wichtiger medizinischer Zusammenarbeit im fortschrittlichen Comprehensive Cancer Center (CCC) sowie bei großen Zukunftsthemen wie der Meeres-, Energie- und Fusionsforschung. Auch der Aufbau eines neuen Helmholtz-Instituts im Bereich der Laserfusionsforschung ist verankert.
An der Universität Greifswald werden unter anderem neue Lehramtsstudiengänge wie Biologie, Informatik und Sozialkunde eingeführt, die Moorforschung weiter gestärkt und das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) verstetigt. Die Universität Rostock bspw. baut neue Studienangebote wie einen Master in Unterwasserarchäologie auf, stärkt die Inklusions- und Medienpädagogik und treibt zentrale Forschungsprojekte wie das High Energy Density Institut für Kernfusionsforschung voran.
In diesem Zuge werden auch die Mittel für die Hochschulen mit dem neuen Doppelhaushalt erhöht. In den Jahren 2026 und 2027 werden zusammen insgesamt rund 636 Mio. Euro für die sechs Hochschulen ausgegeben.
„Wir investieren gezielt in Qualität, Profilbildung und Zukunftsfähigkeit. Das macht Mecklenburg-Vorpommern als Studien- und Forschungsstandort attraktiv und wettbewerbsfähig“, so Stamer. Mit der Zustimmung des Landtages werde der gesetzliche Rahmen nach dem Landeshochschulgesetz erfüllt und die Grundlage für eine erfolgreiche Hochschulentwicklung bis 2030 gelegt.
