SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern

In der heutigen Sitzung des Landtages Mecklenburg-Vorpommern wurde das Gesetz zur Unterstützung der medizinischen Versorgung beschlossen. Hauptanliegen des Gesetzes ist es, die seit dem Wintersemester 2021/2022 geltende Landarztquote auszuweiten. Neben der Humanmedizin sollen künftig auch die Bereiche Zahnmedizin und Pharmazie integriert werden. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Christine Klingohr, betont die Bedeutung der Ausweitung für die gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum:

„Obwohl wir im bundesweiten Vergleich sehr viele Ärztinnen und Ärzte in MV ausbilden, fehlen uns oft die Fachkräfte, weil sie nach dem Studium in andere Bundesländer wechseln. Genau das wollen wir ändern. Wir haben deshalb in der vergangenen SPD-geführten Landesregierung die Landarztquote durchgesetzt, damit mehr Hausärztinnen und Hausärzte in ländlichen Regionen für die Menschen da sind. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Künftig wird es auch eine Landzahnarztquote, und eine Landapothekerquote geben.“

Die Gesundheitspolitikerin begründet die Entscheidung auch damit, dass sich die Lage in den vergangenen Jahren weiterzugespitzt hat und mittlerweile jegliche Maßnahmen und Möglichkeiten, mehr Ärztinnen und Ärzte für den ländlichen Raum  von den Ärztekammern ausgeschöpft wurden – ohne durchschlagenden Erfolg.

„Nicht nur in der Humanmedizin, sondern auch in der Zahnmedizin und der Pharmazie brauchen wir mehr Nachwuchs – besonders in ländlichen Regionen.“

Neben dem nun beschlossenen Gesetzentwurf soll in den kommenden Tagen auch ein Antrag der Koalitionsfraktionen im Landtag behandelt werden. Dieser sorgt dafür, dass für jede der drei Fachrichtungen ein Kontingent von 10 Prozent eingerichtet wird. Für den Bereich der Humanmedizin macht das 42 Studienplätze aus, bei der Zahnmedizin sind es 9 und bei der Pharmazie 7.

„Wir bieten damit jungen Menschen, die gerne Arzt oder Ärztin im ländlichen Raum werden möchten, die Chance auf einen Studienplatz. Es macht für uns überhaupt keinen Sinn, viele Mediziner auszubilden, die dann in der ganzen Welt arbeiten, aber nur in geringem Umfang in MV bleiben. Die Landarztquote ist nach wie vor hoch nachgefragt und wird in den kommenden Jahren dazu führen, dass gerade im ländlichen Raum deutlich mehr Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung stehen werden.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Senioren-, Sozialpolitik und Gesundheitspolitik
  • Finanzausschuss, Sozialausschuss