Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
28. Januar 2016

Funktionalität bei Landesbauten wichtiger als künstlerische Selbstverwirklichung

Rainer Albrecht: Land wird den Anforderungen von „Kunst am Bau“ gerecht

Zur Landtagsdebatte zum Thema “Kunst am Bau“ als Ausdrucksmerkmal der Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der baupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Albrecht:

„Die öffentlich geäußerte Kritik der Grünen und der Landesarchitektenkammer über zu wenig Kunst bei öffentlichen Bauvorhaben ist ungerechtfertigt und geht am Thema vorbei. Denn selbstverständlich müssen bei Landesbauten die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und der sparsame Umgang mit den eingesetzten Steuermitteln im Mittelpunkt stehen. Kunst am Bau kann punktuell eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie ist aber in den Worten von Finanzministerin Polzin die Kür und nicht die Pflicht.

Kunst am Bau ist ein Element von Baukultur, das deren Qualität und Ausdruckskraft mitprägt und eine besondere künstlerische Aufgabe mit unmittelbar öffentlichem Bezug. Dieser Zielsetzung fühlt sich die Landesregierung nicht nur im Rahmen der eigenen Bautätigkeit verpflichtet, sondern auch bei der Gewährung von Zuwendungen.

So können Kunstwerke und künstlerisch gestaltete Bauteile im Rahmen der Städtebauförderung, der Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur und der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung gefördert werden. Deshalb unterstützt die SPD-Fraktion die Absicht der Landesregierung, in Einzelfällen eine Auflage im Zuwendungsbescheid zu erteilen, wenn die mit der Auflage verbundene Belastung in einem angemessenen Verhältnis zu der Höhe der Zuwendung und der Leistungsfähigkeit des Zuwendungsempfängers steht. Dabei muss aber beim geförderten Projekt wegen dessen Lage und der Bedeutung des Vorhabens ein dringendes öffentliches Interesse an der Umsetzung von ‚Kunst am Bau‘ bestehen.

Sicher ist an der einen oder anderen Baumaßnahme des Landes künstlerisch noch Luft nach oben. Es gibt aber auch viele gute gelungene Beispiele bei der Umsetzung von Kunst am Bau, z.B. im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen der Förderprogramme ‚Soziale Stadt‘ in den Rostocker Stadtteilen Groß-Klein oder Schmarl oder auch im Rahmen der Städtebauförderung und Stadtsanierung“, so Albrecht abschließend

Themen: #Bau #Kunst
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