Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
14. April 2016

Gegenseitige Sprachkenntnisse wichtige Voraussetzung für das Zusammenwachsen in der Grenzregion

Patrick Dahlemann: Vertiefte deutsch-polnische Kooperation seit Jahren Anliegen der SPD

Der Abgeordnete aus der Uecker-Randow-Region, Patrick Dahlemann, begrüßt die Aktivitäten des Landtags-Bildungsausschusses zum Ausbau der deutsch-polnischen Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Schulen und Kitas. Erst gestern tagte das Gremium mit Vertretern des Sejmik der Woiwodschaft Westpommern in Löcknitz (Kreis Vorpommern-Greifswald).

„Gerade in der Grenzregion sind eine vertiefte Kooperation und die Durchführung gemeinsamer Projekte auf allen Ebenen sinnvoll und wünschenswert. Dieses Zusammenwachsen ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen der SPD sowohl auf der Landesebene als auch auf der Ebene des Kreises Vorpommern-Greifswald“, verdeutlicht Patrick Dahlemann, der gleichzeitig Vorsitzender des Bildungsausschusses im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist.

„Mit der ‚Stettiner Erklärung‘ 2014 hat die SPD-Landtagsfraktion neben der wirtschaftlichen Entwicklung der Metropolregion Stettin vor allem die Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Kultur in den Mittelpunkt gestellt. So gehen wir mit dem grenzüberschreitenden Bildungscampus zwischen Schulen in Czarnowo, Löcknitz und Stargard ganz neue Wege“, so Dahlemann.

„Die Bildungskonzeption ist fertig und die erforderlichen Lehrerstunden stehen bereit. Nun geht es darum, dass die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit an den zukünftigen Bildungscampus ein durchgängiger Spracherwerb der polnischen Sprache von der Kita bis zum Abitur erfolgen kann. Darüber hinaus sollen auch Kenntnisse über die Kultur und Traditionen aus Polen und Deutschland vermittelt werden.“

Dahlemann: „Vor dem Hintergrund, dass sowohl in Polen als auch in Deutschland das Interesse der Sprache des jeweiligen Nachbarn etwas nachgelassen hat, ist es wichtig, dass sich beide Seiten einig sind, bei Eltern sowie Schülerinnen und Schüler wieder mehr dafür zu werben, dass Polnisch bzw. Deutsch als Fremdsprache gelernt werden. Die Finanzmittel für die Unterrichtsstunden stehen zur Verfügung, wenn genügend Schülerinnen und Schüler sich für Polnisch entscheiden. Das Erlernen der polnischen Sprache ist für die Kinder und Jugendlichen der Uecker-Randow-Region eine große Zukunftschance und ein Alleinstellungsmerkmal. Dies gilt es zu verstetigen, um damit diesen Landesteil zu stärken."

  • Parl. Staatssekretär für Vorpommern