Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
15. November 2017

Gleichstellung ist leider längst noch keine Selbstverständlichkeit

Im Anschluss an die Debatte über die Gleichstellungskonzeption der Landesregierung erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Nadine Julitz:

 „Frauen sind gleichwertig, zum Teil besser ausgebildet als Männer, warum verdienen sie weniger? Gleichstellungsgegner kommen dann direkt auf die Quote. Das könne doch keine Frau wollen. Gute Frauen würden das schon alleine schaffen. Aber das ist Blödsinn! Das erkennt man zum Beispiel daran, wie viele Frauen zur Fraktion der AfD zählen – nämlich NULL. Die SPD dagegen fördert gezielt Frauen indem sie Listenplätze paritätisch besetzt. Und ich behaupte: Diese Frauen sind trotzdem gut, genauso gut wie ihre männlichen Kollegen. Wenn die Realität, die oftmals männerdominierte Machstrukturen enthält nun mal wenig bis keine Frauen abbildet, dann brauchen wir eben eine gesetzliche Quote. Die letzte Bundesregierung, insbesondere Manuela Schwesig als Familienministerin, hat Fortschritte in Sachen Gleichstellung gebracht. Quote, Entgelttransparenz-gesetz, das sind sicherlich keine Garanten für völlige Gleichstellung, aber definitiv eine Brücke. Auch die Koalitionspartner in diesem Land haben sich im Koalitionsvertrag zu weiteren Schritten verabredet. Politik kann zwar einiges steuern. Aktuelle Debatten wie unter den Hashtags „Aufschrei“ oder „MeToo“ zeigen allerdings, dass auch die Gesellschaft eine Verantwortung hat. Wir haben noch einiges zu tun.“
  • Sprecherin für Familien-, Kinder- und Jugendpolitik, Integrations- und Migrationspolitik, Kulturpolitik
  • Bildung und Soziales, NSU-Untersuchungsausschuss