Zu den heute vorgestellten Maßnahmen des Bildungsministeriums rund um eine gelingende Inklusion an Schulen erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Nadine Julitz:
„Für uns als SPD ist entscheidend, dass alle Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern eine echte Chance auf einen anerkannten Schulabschluss und einen guten Start in Ausbildung oder Beruf haben. Genau daran richten sich die Maßnahmen des Bildungsministeriums aus.“ Inklusion bedeute, den Kindern mit ganz unterschiedlichen Anforderungen die passenden Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen zu bieten. Dazu gehöre auch, pädagogisch begründet unterschiedliche Lernsettings zu ermöglichen.
„Manche Kinder brauchen mehr Zeit, mehr Unterstützung oder kleinere Lerngruppen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wer das ignoriert, gefährdet am Ende genau das Ziel, das wir alle teilen: Bildungserfolg für möglichst viele junge Menschen.“ Zugleich verfolge das Land eine klare Perspektive: Der Förderschwerpunkt Lernen solle bis 2035 schrittweise und verantwortungsvoll in die Regelschulen integriert werden.
„Das ist ein wichtiges bildungspolitisches Ziel. Aber es funktioniert nur, wenn wir den Weg dorthin realistisch gestalten. Gute Inklusion lässt sich nicht verordnen – sie muss vor Ort gelingen.“ Die vom Bildungsministerium vorgestellten Maßnahmen zur gelingenden Inklusion setzten genau hier an. Dazu zählten unter anderem: zusätzliche Förderangebote und Lerngruppen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf, der gezielte Einsatz von multiprofessionellen Teams aus Lehrkräften, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, Schulsozialarbeit und weiteren Fachkräften sowie klare Strukturen, die Lehrkräfte entlasten und pädagogische Qualität sichern.
Diese Schritte seien eine wichtige Voraussetzung für die Integration des Förderschwerpunktes. Dabei betonte Julitz auch die Bedeutung der elterlichen Wahlfreiheit: „Eltern müssen darauf vertrauen können, dass für ihr Kind der richtige Weg gefunden wird. Unterschiedliche Angebote im Schulsystem sind kein Rückschritt, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber den individuellen Bedürfnissen der Kinder.“ Die SPD-Landtagsfraktion stehe hinter dem Kurs des Bildungsministeriums, Inklusion schrittweise, fachlich fundiert und am Wohl der Schülerinnen und Schüler orientiert weiterzuentwickeln.
„Unser Anspruch bleibt klar: Kein Kind darf verloren gehen. Dafür brauchen wir einen langen Atem, starke Schulen, gut ausgestattete multiprofessionelle Teams und den Mut, Übergänge verantwortungsvoll zu gestalten.“
