Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
25. November 2014

Hilfsangebote für Opfer häuslicher und sexueller Gewalt sind in MV von hoher Bedeutung

Martina Tegtmeier: Wir begrüßen Aktion des Landesfrauenrates

Zur Aktion „Frei leben ohne Gewalt - Für ein Recht auf Schutz und Beratung" des Landesfrauenrates MV erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Martina Tegtmeier:

„Wir begrüßen die Aktion des Landesfrauenrates, Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu erzielen. Häusliche und sexuelle Gewalt hinterlässt nicht nur körperliche Wunden, sondern vor allem auch seelische Leiden, die zu heilen deutlich schwieriger ist. Für die SPD-Fraktion ist der Erhalt einer bedarfsorientierten Hilfe- und Beratungslandschaft für die Betroffenen von häuslicher und sexueller Gewalt auch in der Zukunft von hoher Bedeutung.

Mecklenburg-Vorpommern ist bei diesem Thema bereits heute sehr aktiv. So gibt es landesweit 30 Beratungsstellen und Frauenhäuser, die Hilfe bei häuslicher und sexueller Gewalt anbieten. Zudem sind wir bei der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Hilfseinrichtungen Vorreiter. Die finanziellen Mittel des Landes für den Bereich Frauenhäuser, Prävention und Beratung sind seit 2010 um zwölf Prozent auf heute 2.161.200 Euro jährlich angehoben worden.

Unser gesamtgesellschaftliches Ziel muss es sein, dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zur Gewalttat kommt. Das Land kann mit der Täterberatung dabei unterstützend wirken. Und jeder Einzelne kann in seinem privaten Umfeld ebenfalls helfen, indem er nicht den Blick abwendet sondern Hilfe anbietet, für die Opfer wie auch für die Täter. Lässt sich die Gewalttat nicht vermeiden, so muss den Opfern alle notwendige Hilfe unbürokratisch zu teil werden, muss alle Kraft darin gelegt werden, dass sich die Gewalt möglichst nicht wiederholt."

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Innenpolitik, Kommunalpolitik, Gleichstellungspolitik
  • Innen- und Europaausschuss, Sozialausschuss