Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
24. Juli 2019

Hitzewelle voraus – Stadtbegrünung macht den Unterschied

Angesichts der Folgen des menschengemachten Klimawandels, zu denen unter anderem heißere Sommer mit extremen Temperaturen gehören, müssen auch Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern perspektivisch reagieren.
Eine Möglichkeit, um gegen extrem heiße Tage besser gewappnet zu sein, ist konsequente Stadtbegrünung. Hierauf weist der baupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rainer Albrecht angesichts der vorhergesagten Hitzewelle für Deutschland hin:

 „Extrem heiße Sommer werden auch in Mecklenburg-Vorpommern aufgrund des Klimawandels immer häufiger auftreten. Umso wichtiger ist es daher, dass Städte und Gemeinden dies bei ihrer künftigen Entwicklung berücksichtigen. Aufgrund des so genannten Wärmeinsel-Effektes sind bebaute Siedlungsflächen immer einige Grad wärmer als das Umland – ein extrem heißer Tag ist in der Stadt um bis zu fünf Grad heißer.

Diesem Effekt kann man als Gemeinde entgegensteuern, indem man den Anteil an Grünflächen deutlich erhöht. Bäume und Parkanlagen statt Asphalt oder Pflastersteinen senken die Temperatur, regulieren den Wasserhaushalt, spenden Schatten und Kühle und erhöhen ganz nebenbei die Lebensqualität. Auch Fassaden oder Dachflächen können, werden sie konsequent begrünt, zu einem besseren Klima in der Stadt und niedrigeren Temperaturen beitragen.

Die Temperaturunterschiede zwischen begrünten Gemeinden und solchen ohne Grün mögen nur wenige Grad betragen. Aber gerade an extrem heißen Tagen können diese wenigen Grad insbesondere für Senioren und Kleinkinder den Unterschied zwischen Parkbank oder Notaufnahme bedeuten. Auf mehr Stadtbegrünung zu setzen wirkt also doppelt positiv – es erhöht die Lebensqualität und schützt die Gesundheit. Nur: Wer in 20 Jahren große Bäume haben möchte, der muss heute anfangen, sie zu pflanzen.“

Hintergrund

Mit dem „Weißbuch Stadtgrün“ hatte das BMUB bereits 2018 eine Handreichung für Kommunen zur besseren Planung der Stadtbegrünung herausgegeben. Unter dem Stichwort „Zukunft Stadtgrün“ hat das Thema 2019 Einzug in die Städtebauförderung des Bundes gefunden. Maßnahmen bspw. zur Planung von Stadtgrün für ganze Quartiere können entsprechend bei Antragstellung durch die Kommune über die Mittel für die Städtebauförderung finanziert werden.
  • Vorsitzender des Energieausschusses
  • Sprecher für Bau und Landesentwicklung
  • Wirtschaftsausschuss, Energieausschuss