Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
09. Januar 2014

Keine „Tricksereien" bei sinkender Quote von Schulabgängern ohne Berufsreife

Andreas Butzki: Bildungsausschussvorsitzende Ulrike Berger muss sich beim Bildungsminister entschuldigen

Am gestrigen Tage hat Bildungsminister Mathias Brodkorb die vorläufigen Abschlussdaten zum Schuljahr 2012/13 veröffentlicht. Demnach ist die Quote der Schulabgänger ohne Berufsreife gegenüber dem Jahr 2008 von 15,8 und gegenüber dem Vorjahr von 11,9 auf 10,3 Prozent gesunken. Die Bildungsausschussvorsitzende des Landtages, Frau Ulrike Berger (Bündnis 90/Die Grünen), hat in der Ostsee-Zeitung daraufhin den Eindruck erweckt, diese Verbesserungen seien auf Tricksereien und eine „Aufweichung" der Mittlere-Reife-Verordnung im Juli 2013 zurückzuführen.

Hierzu erklärte heute der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Butzki, am Rande der Fraktionsklausur in Stavenhagen:

„Dass ausgerechnet die Ausschussvorsitzende des Bildungsausschusses nicht weiß oder nicht wissen will, dass in der Mittlere-Reife-Verordnung der Abschluss der Berufsreife gar nicht geregelt wird und eine Änderung dieser Verordnung daher auch nicht die behaupteten Wirkungen haben kann, finde ich wirklich bemerkenswert.

Jeder und jede Abgeordnete hat die Pflicht, sich zunächst sachkundig zu machen, bevor er oder sie sich öffentlich äußert. Ich fordere Frau Berger daher auf, sich beim Bildungsminister für ihre unsachlichen Unterstellungen zu entschuldigen. Bedauerlich finde ich vor allem, dass sich Frau Berger offenbar nicht gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften über diese positive Entwicklung freuen kann, sondern nichts unversucht lässt, um die unbestreitbaren Erfolge schlecht zu reden."

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