Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
30. August 2013

Mecklenburg-Vorpommern benötigt mehr seniorengerechte Wohnungen

Rainer Albrecht: Umfrage zur Wohnsituation und den Wohnbedürfnissen von Senioren ergibt Fehlbedarf von ca. 35.000 barrierearmen Wohnungen

In der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ stellte Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KdA) eine von der Kommission in Auftrag gegebene Repräsentativumfrage zur Wohnsituation und den Wohnbedürfnissen Ältererin Mecklenburg-Vorpommern vor. Befragt wurden 1000 Haushalte in Stadt und Land, in denen eine Person über 65 Jahre lebt. Hierzu erklärt Rainer Albrecht, Mitglied der Enquete-Kommission und baupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

„Aus der Umfrage ergeben sich für uns drei Handlungsfelder für die weitere Arbeit der Enquete-Kommission im Bereich Wohnungspolitik. So benötigen wir mehr seniorengerechte Wohnungen in Mecklenburg Vorpommern. Das KdA leitet aus der Befragung eine Versorgungslücke von derzeit ca. 35.000 barrierearmen Wohnungen ab.

Um den Seniorinnen und Senioren eine selbstständige Haushaltsführung zu ermöglichen, muss zudem im Wohnumfeld eine angemessene Infrastruktur zur Verfügung stehen. Heute kann beispielsweise jeder fünfte Befragte seine Einkäufe nicht zu Fuß oder mit dem Rad erledigen.

Außerdem möchten wir dafür werben, dass sich alle Akteure in der Wohnungswirtschaft auf die alternde Bevölkerung einstellen. Gleichzeitig sollten die Bürgerinnen und Bürger im Land rechtzeitig darüber nachdenken, wie und wo sie leben möchten, wenn sie älter und möglicherweise sogar pflegebedürftig sind.

Für diese wohnungspolitischen Aufgaben werden wir in der Enquete-Kommission nun möglichst einvernehmliche Lösungen erarbeiten und dabei auch klären, wie diese finanziert werden können und wer sie umsetzt.“

Hintergrund:

Die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde vom Landtag eingesetzt, um politische Maßnahmen zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft zu empfehlen. Sie setzt sich aus elf Mitgliedern des Landtages und zehn externen Fachleuten zusammen und tagt öffentlich. In den sechs Themenfeldern „Wohnen im Alter“, „Alter und Gesundheit/Pflege“, „Mobilität im Alter“, „Bildung/Arbeit“, Bürgerschaftliches Engagement/Gesellschaftliche Teilhabe“ und „Infrastruktur“ erarbeitet die Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Gutachten und im Dialog mit den zuständigen Ministerien und Experten aus der Praxis Vorschläge für eine zukunftsfeste Seniorenpolitik.

  • Vorsitzender des Energieausschusses
  • Sprecher für Bau und Landesentwicklung
  • Wirtschaftsausschuss, Energieausschuss