Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. April 2019

Opferambulanzen müssen gestärkt werden

Anlässlich der heutigen Beratungen im Sozialausschuss zum Thema „Opferambulanzen in Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz:

 „Die Opferambulanzen im Land leisten eine hervorragende Arbeit für die Opfer von Straftaten. Sie sind ein wichtiges Instrument zur Beweissicherung. Sie stehen allen kostenlos zur Verfügung, die Opfer einer Straftat geworden sind.

Die Angebote der Opferambulanzen werden aber auch von Personengruppen genutzt, für die die bereitgestellten Haushaltsmittel bisher nicht vorgesehen waren. Zum Beispiel ist derzeit nicht vorgesehen, dass die Opferambulanzen von den Jugendämtern bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung kostenlos genutzt werden können. Aus Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist das nicht nachvollziehbar. Die Koalitionsfraktionen haben daher heute einen Antrag in den Sozialausschuss mit dem Ziel eingebracht und beschlossen, dass auch Kinder und Jugendliche auf Veranlassung der Jugendämter oder der Ärztinnen und Ärzte die Opferambulanzen kostenlos nutzen können.

Dazu soll geprüft werden, welche zusätzlichen Mittel erforderlich sind und wie diese im kommenden Doppelhaushalt zur Verfügung gestellt werden können. Zudem soll eine Regelung erarbeitet werden, die sicherstellt, dass notwendige Fahrkosten zu den Opferambulanzen nach dem Landesreisekostengesetz erstattet werden können. Das wäre ein wichtiger Schritt, um Opfer von Kriminalität noch mehr zu helfen.“
  • Sprecherin für Familien-, Kinder- und Jugendpolitik, Integrations- und Migrationspolitik, Kulturpolitik
  • Bildung und Soziales, NSU-Untersuchungsausschuss