Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
15. November 2017

Nächtliches Blinken von Windparks wird beschränkt

Windparks mit mehr als vier Anlagen müssen in Zukunft technisch so ausgerüstet sei, dass Blinklichter nur aktiv sind, wenn sich Flugobjekte nähern.
Dazu erklärt der baupolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Rainer Albrecht:

 „Wesentlich für den Erfolg der Windenergie ist die Akzeptanz in der Bevölkerung. Als störend empfunden wird vor allem das nächtliche Dauerblinken der Windenergieanlagen, da diese ab einer Gesamthöhe von 100 Meter aus Gründen der Luftverkehrssicherheit optisch gekennzeichnet werden müssen. Mit der Änderung im Landesbaurecht beenden wir das nächtliche Spektakel. Dies gilt für Vorhaben mit mehr als vier Windenergieanlagen an einem Standort. Kleine Windparks mit weniger als fünf Anlagen können sich mit einer Ablöse von 100.000 Euro „freikaufen“. Mit diesem Ersatzgeld sollen ältere Windparks schrittweise mit einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung nachgerüstet werden.“

Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Philipp da Cunha ergänzt:

„Mit der Änderung der Landesbauordnung bauen wir auch ein Stück Bürokratie bei der Regelung der Abstandsflächen ab. Ich betone aber, dass es hierbei nicht darum geht, die Windparks näher an die Wohnbebauung rücken zu lassen. Das stellt zwar die AfD wider besseres Wissen so dar – aber Unwahrheiten werden auch durch Wiederholungen nicht wahrer. Es geht dabei allein um die Flächen zwischen den einzelnen Windrädern. Weniger Bürokratie – weniger Kosten, weniger Blinken. Darum geht es in der Novelle. Die Akzeptanz der Windenergienutzung zu sichern und zu erhöhen, ist unser Ziel und daran halten wir fest.“
Themen: #Bau #Windkraft
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