Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
12. Dezember 2013

Neues Lehrerbildungsgesetz schafft vernünftige Regelungen für Seiteneinsteiger

Andreas Butzki: Maßnahmen entsprechen bildungspolitischen Erfordernissen der nächsten Jahre

 Der Landtag hat sich heute abschließend mit der Änderung des Lehrerbildungsgesetzes beschäftigt. Hierzu erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Butzki:

„Das neue Gesetz schafft klare und verbindliche Regelungen für die Erlangung einer Lehramtsbefähigung und erstmalig auch für die Qualifizierung der Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger.

So wird Mecklenburg-Vorpommern zukünftig die Abschlüsse anderer Bundesländer vorbehaltlos anerkennen und damit Schluss mit der Kleinstaaterei im Bildungsbereich machen. Zudem begrüßt die SPD-Fraktion ausdrücklich, dass nun auch die Lehrerausbildung nach DDR-Recht anerkannt werden kann, die bisher nicht geregelt war. Diese Lehrkräfte werden damit künftig endlich genauso bezahlt wie ihre Kolleginnen und Kollegen.

Bei den Diskussionen zum Thema Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger verstehe ich die Aufgeregtheiten nicht. Vor allem in den Beruflichen Schulen besteht ein Bedarf an Berufspraktikern. Mit den vorliegenden Veränderungen wird das Verfahren gesetzlich geregelt. Danach müssen Seiteneinsteiger für den Erwerb einer dem Lehramt gleichgestellten Qualifikation eine mindestens sieben- bzw. zehnjährige hauptberufliche Lehrertätigkeit vorweisen. Und Grundlage für den Erwerb der Lehrerqualifikation ist die Einschätzung des Seiteneinsteigers durch die Schulleitung. Das ist gut so, da ich aus eigenem Erleben und aus zahlreichen Gesprächen mit den Schulleitungen weiß, dass nur die Verantwortlichen vor Ort eine reale Beurteilung abgeben können.

Bei der Referendarausbildung wird es eine zielgerichtete und wohnortnahe Fort- und Weiterbildung geben. Neben den Schulleitungen nimmt dabei das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV) eine entscheidende Rolle ein. Das IQMV wird die Seminarausbildung an den vier Schulamtsbereichen in Neubrandenburg, Greifswald, Schwerin und Rostock durchführen. Ich kann mir gut vorstellen, dass durch die flächendeckende gute Ausbildung in ganz Mecklenburg-Vorpommern ländliche Regionen größeren Zuspruch erhalten werden.

Insgesamt zeigt sich damit: dieses Lehrerbildungsgesetz ist sinnvoll und entspricht den bildungspolitischen Erfordernissen der nächsten Jahre."

 

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