Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
25. Juni 2015

Opferschutz ist kontinuierliche Aufgabe von Bund, Land und kommunaler Ebene

Martina Tegtmeier: MV ist im Bundesvergleich gut aufgestellt

Zur heutigen Anhörung im Petitionsausschuss des Landtags zur Online-Petition „Opferschutz als Pflichtaufgabe“ erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Martina Tegtmeier:

„Das Netz an Hilfen und Beratungsstellen für die Opfer sexueller und häuslicher Gewalt ist im Land in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut worden. Das Hilfenetz im Land ist, so zeigt auch die Evaluation im Auftrag des Bundestages, im Bundesvergleich gut aufgestellt. Den eingeschlagenen Weg wird die SPD-Landtagsfraktion auch zukünftig fortsetzen.

Die Anhörung heute hat deutlich gemacht, dass dort, wo kommunale Ebene und Land gut Hand in Hand arbeiten und beide Seiten den notwendigen Organisations- und Finanzierungswillen aufbringen, auch sehr gute Angebote vorgehalten werden, wie bspw. in Rostock. Dies muss als Beispiel im gesamten Land Schule machen.

Bei der Opposition würde ich mir einen etwas differenzierteren Umgang mit dem Thema wünschen. Nicht jede Frau mit einer Behinderung ist auch körperbehindert. Insofern relativiert sich die Aufregung der Opposition über behindertengerechte Zugänge zu Frauenhäusern im Land.

Wichtiger erscheint mir im Lichte der Anhörung, dass im gesamten Land die Jugendämter stärker in die Arbeit der Frauenhäuser und Beratungsstellen integriert werden müssen. Damit erfolgt auch seitens der kommunalen Ebene der notwendige Impuls, die knapp 800 Kinder pro Jahr, die mit ihren Müttern stationär und ambulant in Frauenhäusern betreut werden, besser zu unterstützen.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Innenpolitik, Kommunalpolitik, Gleichstellungspolitik
  • Innen- und Europaausschuss, Sozialausschuss