Zum heutigen Tag der Pflegenden fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Christine Klingohr, weitere Verbesserungen in der Pflege. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft brauche es gute Arbeitsbedingungen, verlässliche Versorgungsangebote, einen Pflegedeckel und mehr Unterstützung für Angehörige.
„Die Pflege in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Der Bedarf wächst, gleichzeitig fehlen Fachkräfte und ein Heimplatz ist für viele mit kleineren und mittleren Einkommen kaum bezahlbar. Dadurch werden viele Pflegebedürftige durch ihre Angehörigen gepflegt, was sie oftmals an die Grenze der Belastung führt. Deswegen muss die Politik handeln. Der Bund muss endlich eine tragfähige und sozial gerechte Reform der Pflegeversicherung auf den Weg bringen. Für uns ist klar: Pflege darf nicht weiter zum Luxus werden“, erklärt Christine Klingohr.
Gleichzeitig seien auch die Länder in der Pflicht mit den begrenzten Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, zu handeln. Mit dem Landesprogramm Pflege habe die MV-Koalition bereits wichtige Schritte auf den Weg gebracht. So investiert das Land 4,4 Millionen Euro in die Kurzzeitpflege, um Einrichtungen zu modernisieren und zusätzliche Plätze zu schaffen.
„Kurzzeitpflege ist eine wichtige Unterstützung für Familien – etwa wenn Angehörige selbst krank werden oder zeitweise Entlastung brauchen. Deshalb stärken wir dieses Angebot gezielt“, so Klingohr.
Zugleich fördern Bund und Land bis 2028 Modellprojekte zur Weiterentwicklung der Pflege mit insgesamt 4,8 Millionen Euro. Unterstützt werden unter anderem neue Ansätze zur Fachkräftegewinnung, bessere kommunale Strukturen und eine stärkere Vernetzung.
„Das Landesprogramm ist ganz wichtig für das gesamte Pflegesystem. Damit werden Lösungen für eine zukunftsfeste Pflege erprobt und gleichzeitig pflegende Angehörige entlastet“, sagt Klingohr.
