Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
18. Januar 2019

Und täglich grüßt Frau Oldenburg

Zur Pressemitteilung der Fraktion die Linke über die „Bewerberzahlen auf ausgeschrieben Stellen für Lehrkräfte“ (Drs. 7/2851) erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Butzki:

„Beinahe jeden Tag beglückt uns die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Simone Oldenburg, mit ihren Schauergeschichten über die Schulen unseres Landes. Dabei beruft sie sich nicht selten auf Antworten des Bildungsministeriums, dem sie fleißig ihre kleinen Anfragen stellt – diese ist die 221te seit Beginn der Wahlperiode. Nun ist es das Recht eines jeden Abgeordneten, Fragen an das Ministerien zu stellen. Leider entsteht daraus offenbar keine Pflicht, aus den Antworten auch die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wenn Frau Oldenburg behauptet, die Zahl der Bewerbungen sei gleichzusetzen mit der Zahl der Bewerber, ist das schlicht falsch. Lehrkräfte haben nämlich in Mecklenburg-Vorpommern glücklicherweise die Möglichkeit, sich ihre Wunschschule auszusuchen. So kommt es zu Mehrfachbewerbungen. Wenn am Ende des Verfahrens nicht alle Stellen besetz werden können, heißt das nicht, dass Lehrkräfte vergrault worden sind. Ohnehin ist die oldenburgsche Interpretation der Zahlen schräg. Wenn von 642 ausgeschriebenen Stellen mehr als 600 besetzt werden konnten, ist das für die Bildungsexpertin, eine „Wahnsinn, der seinesgleichen sucht“ – ich werte die Zahlen hingegen als Erfolg. Mit den immer gleichen Attacken nach Art des Murmeltiertages vergrault höchstens die Linke selbst mögliche Bewerber. Dass Einstellungsverfahren wegen der Verbeamtung der Lehrkräfte manchmal zeitlich aufwändiger sind, hat das Ministerium längst erkannt und prüft Lösungen. Konstruktive Vorschläge wären von der Opposition ebenfalls willkommen, statt Fehlinterpretationen und tägliche Beschwerden.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzender
  • Sprecher für Fischereipolitik, Schulpolitik/Berufliche Bildung
  • Agrarausschuss, Bildungsausschuss