Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern berät heute über die Beschlussempfehlung und den Bericht des 2. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Aufarbeitung von Vorgängen im Bereich der medizinischen Versorgung, insbesondere an den Universitätsklinika Rostock und Greifswald. Die SPD-Fraktion bewertet den Abschluss des Ausschusses als wichtigen Schritt zur sachlichen Klärung der Vorgänge.
„Der Untersuchungsausschuss hat in vier Jahren intensiver Arbeit mit zahlreichen Sitzungen, Anhörungen und Aktenauswertungen ein umfassendes Bild erarbeitet. Dabei ist vor allem eines ganz klar geworden: Die Opposition hat nicht einen Beleg für ihre Anschuldigungen gegenüber der Landesregierung“, erklärt Tilo Gundlack, Obmann der SPD-Fraktion im Ausschuss.
Die festgestellten Probleme an den Universitätsmedizinen seien vielmehr vor dem Hintergrund langfristiger struktureller Herausforderungen zu bewerten – darunter finanzielle Rahmenbedingungen, der Aufbau nach der Wiedervereinigung, der Fachkräftemangel sowie komplexe Anforderungen in Forschung und Lehre.
„Wo es Defizite gab, müssen wir daraus lernen. Gerade in sensiblen Bereichen wie der Universitätsmedizin brauchen wir verlässliche Frühwarnsysteme, klare Zuständigkeiten und eine bessere Verzahnung der Akteure“, so Gundlack weiter.
