Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. Juli 2016

Unverständnis über Äußerungen des VUMV

Martina Tegtmeier: Wir brauchen gute Arbeit und keine prekäre oder atypische Beschäftigung

Auf die heutigen Äußerungen des Geschäftsführers der Vereinigung der Unternehmensverbände in Mecklenburg-Vorpommern (VUMV), Dr. Martin Sauer, anlässlich der Veröffentlichung des Mikrozensus mit integrierter Arbeitskräfteerhebung 2015 durch das Statistische Bundesamt reagiert die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Tegtmeier mit Unverständnis:

„Es ist gut, dass der Anteil des klassischen Normalarbeitsverhältnisses in Deutschland im Vorjahr wieder gestiegen ist. Es ist auch gut, dass über Teilzeitarbeit flexiblere Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht werden. Gerade vor diesem Hintergrund ist die von Manuela Schwesig angeregte Familienarbeitszeit genau richtig.

Wenn sich jetzt aber die VUMV hinstellt und behauptet, dass zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch Zeitarbeit, geringfügige Beschäftigung oder befristete Stellen gehören, dann verspottet der VUMV die Menschen im Land, die gerne eine Festanstellung hätten, diese aber nicht finden.

Völlig zu Recht werden in der Politik derartige Jobs als prekäre und atypische Beschäftigung bezeichnet. Letzten Endes stärken diese drei Formen nur die Flexibilität des Arbeitgebers. Wie aus geringfügiger oder befristeter Beschäftigung heraus die Entscheidung zur Gründung einer Familie erleichtert werden soll, wird wohl entsprechend das Geheimnis des VUMV bleiben.

Für die SPD ist klar: Wir wollen ein Land guter Arbeit sein. Das heißt in erster Linie klassische Normalarbeitsverhältnisse, unbefristet und mit einer angemessenen Bezahlung möglichst deutlich oberhalb des Mindestlohnes. Daran müssen wir arbeiten. Gemeinsam mit den Unternehmen im Land.“

Themen: #Arbeit
  • stellv. Fraktionsvorsitzende
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