Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
16. Juni 2021

Voraussetzungen sind gut, um pandemie-bedingt entstandene Lernlücken aufzuholen

Heute hat das Bildungsministerium die Zahlen der Klassenwiederholer*innen bekanntgegeben. Dazu erklärt Andreas Butzki, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: 

„Nach zwei Schuljahren mit jeweils wochenlangem Distanz-Unterricht und einer schwierigen Corona-Zeit ist die Zahl der Klassenwiederholer*innen erfreulich niedrig. Nur rund 4,6 Prozent der Schülerinnen und Schüler werden das Schuljahr freiwillig oder wegen zu schlechter Noten wiederholen. Im Vergleich ist der Anstieg realistisch und nur knapp ein Prozent höher als im Schuljahr 2019/2020. Damit sind die zu erwartenden Mehrbelastungen durch höhere Schüler*innenzahlen gut beherrschbar und absolut im Rahmen. Um Lehrkräfte und Lernende nicht weiter mit negativen Aussagen zu einer angeblichen Überlastung des Bildungssystems zu verunsichern, sollten diese einfach unterbleiben und alle Seiten an konstruktiven Lösungen arbeiten.

Wir erkennen vielmehr respektvoll an, dass alle an Schule Beteiligten gute Arbeit geleistet haben in der Corona-Pandemie und insbesondere während des Distanzlernens. Die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen wurden durch die schwere Zeit gut begleitet und zielgerichtet trotz aller Einschränkungen gefördert. Unser Ziel ist es als SPD-Fraktion zusammen mit der Bildungsministerin, dass die Lernrückstände, die in diesen schwierigen Wochen entstanden sind, bestmöglich ausgeglichen werden. Den Schülerinnen und Schülern sollen keine langfristigen Nachteile für ihre Bildungslaufbahn entstehen. Aufgrund der jetzt vorliegenden Zahlen ist die Ausgangsposition hierfür sehr gut. Sicherlich wirken hierbei auch die aufgesetzten Maßnahmen wie Lern- und Nachholprogramme. Seit Monaten sind zusätzliche individuelle Förderungen innerhalb und außerhalb der Schule sowie in den Ferien möglich, um entstandene Lernlücken schnellstmöglich auszugleichen. Es ist auch wichtig, dass hier ebenfalls das vom Bildungsministerium geplante Aktionsprogramm ‚Stark machen – Anschluss sichern‘ diese Maßnahmen fortsetzt. Das Gesamtpaket umfasst rund 38 Millionen Euro.

Die geringe Zahl bei den freiwilligen Wiederholer*innen zeigt auch, dass die Eltern Vertrauen in unsere Schulpolitik und die gute Arbeit der Lehrkräfte an den Schulen haben, dass Pandemie-bedingte Lernlücken wieder aufgeholt werden.

Jetzt sollten alle mit anpacken und nach vorne blicken, dass Lernlücken ausgeglichen, Kinder und Jugendliche sozial und psychologisch aufgefangen, zusätzliche individuelle Förderung in der Schule, aber auch durch Anbieter von außen ermöglicht werden. Dann sichern wir alle gemeinsam, dass kein Kind zurückgelassen wird und wir alle gemeinsam gut aus der Pandemie herauskommen.“
Kontakt
  • stellv. Fraktionsvorsitzender
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