Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
05. Juli 2016

Wassertourismus hat vor allem für den ländlichen Raum enormes wirtschaftliches Potenzial

Andreas Butzki: Länder müssen ihre Interessen gemeinsam gegenüber dem Bund vertreten

Auf Initiative der Koalitionsfraktionen von SPD und CDU hat der Landtag heute beschlossen, den Wassertourismus und die Binnenschifffahrt in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu stärken. Für die SPD-Landtagsfraktion erklärte hierzu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Neustrelitzer Abgeordnete; Andreas Butzki:

„Mit 1.400 Unternehmen und ca. 7.100 Beschäftigten ist der Wassertourismus in M-V von großer Bedeutung für die touristische Entwicklung im Land. So hat sich der Bruttoumsatz in diesem Tourismuszweig in den letzten zehn Jahren auf fast 480 Millionen Euro verdreifacht.

Vor allem im ländlichen Raum ist der Wassertourismus zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Darüber hinaus sind die ökonomischen Potenziale eine große Chance für die Regionalentwicklung. Gerade für unsere ländlichen, strukturschwachen Regionen bietet ein wassertouristisches Angebot mehr Attraktivität und wichtige Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.

Mit unserer Landtagsinitiative fordern wir den Bund auf, seiner Verantwortung nachzukommen und in die ‚Nebenwasserstraßen‘ zu investieren, die nicht mehr für den Güterverkehr genutzt werden. So muss der Bund bei der Umsetzung des Programms ‚Blaues Band Deutschland‘, mit dem zahlreiche Fließgewässer und Auen renaturiert werden will, mit Augenmaß vorgehen und in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern. Dieses Mitwirkungsrecht wollen wir auch beim Thema Maut auf kleineren Wasserstraßen. Bundesverkehrsminister Dobrindt darf nicht über die Köpfe der Länder Entscheidungen treffen.

Wir müssen in M-V dafür sorgen, dass die Nutzung dieser Gewässer nicht soweit eingeschränkt wird, dass mögliche Fahrverbote für Fahrgast- und Flusskreuzfahrtschiffen, Motor sowie Hausboote die Folge sind. Unser Ziel ist ein Wassertourismus, der die Belange von Natur und Umwelt so verknüpft, dass alle Bereiche davon profitieren. Mecklenburg-Vorpommern muss sich im Schulterschluss mit Brandenburg und Berlin gegenüber dem Bund für den Erhalt und die Schiffbarkeit der Bundeswasserstraßen und vor allem für die touristisch wichtigen Wasserstraßen einsetzen.“

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