Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
16. Februar 2021

Wiedereinführung der Meisterpflicht in 12 Gewerken wertet Handwerk auf

Jochen Schulte: Gleichwertige Anerkennung von beruflicher und akademischer Ausbildung auf gutem Weg – Qualität des Handwerks und der Berufsausbildung wird steigen

 

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte, hat die mit Beginn der Woche abgeschlossene Wiedereinführung der Meisterpflicht in 12 zusätzlichen Gewerken begrüßt. Für folgende Berufe gilt seit 14.2.2020 - mit einer Übergangsfrist bis 14.2.2021 - nun wieder die Meisterpflicht: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rolladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer.

Mit der Wiedereinführung erwarten wir nachhaltigere und wettbewerbsfähigere betriebliche Strukturen im Handwerk einhergehend mit einer Steigerung der Qualität und einer deutlich besseren Ausbildung für den handwerklichen Nachwuchs. Zudem kann nun auch der angestrebten Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung stärker Rechnung getragen werden, so wie es bereits im März 2018 mit dem Landtagsantrag „Offensive für das Handwerk“ gefordert wurde.

Die Wiedereinführung der Meisterpflicht beweist zudem, dass Politik auch aus Fehlern und Erfahrungen lernt. Die Hoffnung auf mehr Wettbewerb und Unternehmensgründungen, die 2004 im Rahmen der Agenda 2010 mit der Reduktion der Zahl der meisterpflichtigen Handwerksberufe von 94 auf 41 einherging, hat sich leider nicht bestätigt. Die jetzige Teil-Rücknahme dieser Beschlüsse sorgt im Übrigen auch zum Ende dieser Legislaturperiode für die Umsetzung eines Artikels im Koalitionsvertrag: „Meisterbrief erhalten und verteidigen“!

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