Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
11. Mai 2015

Aktivitäten für Kinder dürfen sich nicht in Transferleistungen erschöpfen

Ralf Mucha: LINKE muss ihren eindimensionalen Politikansatz überwinden

Zu den Anschuldigungen der kinder- und jugendpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Jaqueline Bernhard, das Land würde sich nicht um Kinderarmut kümmern, erklärt der kinder- und jugendpolitische Sprecher der SPD Landtagsfraktion Ralf Mucha:

„Die Linke reduziert das Thema Kinderarmut immer nur auf die Verteilung von Geld an die Eltern. Diese Herangehensweise halten wir als Sozialdemokraten für nicht zielführend. Gute Politik für Kinder muss immer auch aus dem Blickwinkel der Kinder betrachtet werden. Wenn wir faire Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder gewährleisten wollen, dürfen sich unsere Aktivitäten nicht in Transferleistungen erschöpfen.

Mecklenburg-Vorpommern ist bereits heute mit vielen Projekten aktiv, die der Bekämpfung von Kinderarmut dienen. Alle Kinder im Land haben einen Rechtsanspruch auf mindestens 30 Betreuungsstunden pro Woche in Kinderkrippe und Kindergarten, unabhängig davon, ob die Eltern zu Hause sind oder nicht. Hinzu kommt die in allen Kitas seit Jahresbeginn umgesetzte Vollverpflegung. Das Projekt „Familiencoaches", das gerade Kindern aus armen oder armutsgefährdeten Familien zu Gute kommt, ist gerade erst auf das gesamte Land ausgeweitet worden. Der Unterrichtsausfall an Grundschulen ist auf nahezu historischem Tiefstand.

Kindern, die in armen Verhältnissen aufwachsen, muss man frühzeitig Unterstützungsmöglichkeiten bieten. Hier drehen wir in Mecklenburg-Vorpommern, dort, wo das Land Verantwortung trägt, an den richtigen Stellschrauben.

Am wichtigsten für Kinder ist es, wie bereits die AWO-Langzeitstudie „Von allein wächst sich nichts aus" vor zwei Jahren festgestellt hat, dass Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen können und für ihre Kinder auch Vorbildwirkung entfalten. Wie die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in den letzten Monaten zeigt, sind wir als Land auch hier auf dem richtigen Weg.

Die Folgen von Kinderarmut zu minimieren, bedarf mehr als einer Neujustierung der im Übrigen auf Bundesebene beheimateten Transferleistungen. Es wäre hilfreich, wenn auch die Linke dies endlich anerkennt und ihren eindimensionalen Politikansatz überwindet."

Kontakt
  • Sprecher für Datenschutz und Informationsfreiheit, Feuerwehrpolitik, Brand- und Katastrophenschutz
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