Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
17. Dezember 2015

Alle Krankenhausstandorte in M-V sind unverzichtbar

Julian Barlen: Tragfähige Lösungen hängen vom verfügbaren Personal und vom Versorgungsbedarf ab

Zur heutigen Aussprache zur Sicherstellung einer gut erreichbaren, qualitativ hochwertigen und patientengerechten Krankenhausversorgung in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen:

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über ein modernes und räumlich gut aufgestelltes Krankenhausnetz. Dies gilt es zu nutzen und durch gute, sektorenübergreifende Kooperationen zu stärken. Gleichzeitig müssen wir offen mit den demografischen Herausforderungen der nächsten Jahre umgehen. Insbesondere im ländlichen Raum schrumpft die Gesamtbevölkerung. Die Anzahl älterer Menschen nimmt hingegen zu. Das verändert die Versorgungsbedarfe.

Die Planungsbeteiligten für die Krankenhausstruktur – das sind neben dem Sozialministerium die Krankenkassen, die Landeskrankenhausgesellschaft und die beiden kommunalen Spitzenverbände des Landes sowie beratend die Ärztekammer – müssen diese Entwicklungen im Blick behalten und in ihre Entscheidungen einbeziehen. Dabei wird es auch darum gehen müssen, dass der ambulante und stationäre Sektor noch deutlich enger miteinander verzahnt werden. Fest steht bei allem Wandel, der nötig sein wird: Alle, die in unserem Land heute und in Zukunft einen Beitrag zur medizinischen und pflegerischen Versorgung leisten, werden dringend gebraucht.

Tragfähige Lösungen zur Krankenhausversorgung werden immer dort gelingen, wo die bestimmenden Faktoren berücksichtigt werden. Der langfristige Bestand von medizinischen und pflegerischen Versorgungsankern in der Fläche hängt maßgeblich vom Vorhandensein medizinischen Fachpersonals ab sowie natürlich von Patientinnen und Patienten, die versorgt werden müssen. Hier sind alle an der Krankenhausversorgung beteiligten Akteure aufgerufen, dies in ihren Planungsprozessen zu berücksichtigen und innovative Lösungen zu entwickeln.“

Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus