Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
30. Dezember 2013

Arbeitsmarkt 2013 macht Mut für 2014

Martina Tegtmeier: Positive Entwicklungen bei Jüngeren und Älteren

Zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 resümiert zum Jahresabschluss die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Martina Tegtmeier:

„2013 war für den Arbeitsmarkt im Land ein durchwachsenes Jahr, das gleichwohl positive Tendenzen zeigt. So ist die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren in diesem Jahr stärker gesunken, als es die demografische Entwicklung hätte erwarten lassen. Das zeigt: gerade für junge Menschen in unserem Land kommt Bewegung in den Arbeitsmarkt. Es gibt einzelne, auch gut bezahlende Branchen, in denen nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden können. Jugendliche haben in diesem Land wieder echte Zukunftschancen. Sie müssen jetzt vor allem Fleiß und Ehrgeiz entwickeln, diese auch zu ergreifen.

Jungen Menschen mit Vermittlungshemmnissen wird die Koalition auch weiterhin beim Übergang von der Schule in den Beruf helfen, z. B. durch die erfolgreiche Arbeit der Produktionsschulen. Wir freuen uns aber auch, dass es im letzten Moment gelungen ist, die hervorragende Arbeit der Kompetenzagenturen im Land fortsetzen zu können. Die notwendige Ko-Finanzierung wird die Landesregierung sicherstellen.

Genau hingucken muss man bei der Statistik für arbeitslose Menschen über 55 Jahren. Hier hat es auf den ersten Blick einen deutlichen Zuwachs im Land gegeben. Zieht man aber die demografische Entwicklung dieser Altersgruppe in Betracht, die 2013 um 4,2 Prozent gewachsen ist, so entspricht dieser Zuwachs der Bevölkerungsgruppe recht genau dem Zuwachs bei den älteren Arbeitslosen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigen Über-55-Jährigen im Land hat seit 2008 sogar um über 30.000 Personen zugenommen. Diese Entwicklung begrüße ich ausdrücklich, zeigt sie doch, dass viele Firmen im Land die Fähigkeiten ihrer älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr und mehr zu schätzen wissen.

Gleichzeitig ist es gut, dass die SPD im Koalitionsvertrag durchsetzen konnte, dass die Menschen mit 45 Beitragsjahren bereits ab 63 Jahren in Rente gehen können. Dies ist für viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die mit 16 Jahren ihr Erwerbsleben begonnen haben, eine sehr gute Nachricht.

Auch für Frauen hat sich der Arbeitsmarkt im Land gut entwickelt. Insgesamt stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis September 2013 um knapp 4.000 Stellen im Vorjahresvergleich. Die größten Impulse gingen dabei vom Gesundheits- und Sozialwesen im Land aus."

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Innenpolitik, Kommunalpolitik, Gleichstellungspolitik
  • Innen- und Europaausschuss, Sozialausschuss