Zur angekündigten Milliardeninvestition der Lidl-Schwarz-Gruppe in ein neues Rechenzentrum in Dummerstorf erklären der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Julian Barlen, und der örtliche Landtagsabgeordnete sowie Sprecher für Forschungs- und Technologiepolitik, Dirk Stamer:
Julian Barlen: „5,6 Milliarden Euro für die erste Ausbaustufe – das ist eine Investition von historischer Dimension für Mecklenburg-Vorpommern und eine richtig starke Nachricht für unser Land. Sie bedeutet Aufträge, Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze in der Region. Unser Dank gilt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der gesamten Landesregierung, die sich intensiv für diese Ansiedlung eingesetzt haben.
Nach dem Milliardenauftrag für die Offshore-Konverterplattformen in Rostock-Warnemünde ist das innerhalb weniger Wochen die nächste Nachricht, die deutlich macht: Unser Reichtum an erneuerbaren Energien wird immer stärker zu einem handfesten Standortvorteil für Mecklenburg-Vorpommern.
Wo viel sauberer Strom erzeugt wird und zuverlässig zur Verfügung steht, entstehen neue wirtschaftliche Chancen. Das gilt für die maritime Industrie genauso wie für Rechenzentren und andere Zukunftsindustrien. Die Energiewende ist deshalb nicht nur Klima- und Energiepolitik. Sie ist Industriepolitik, Standortpolitik und Beschäftigungspolitik.“
Dirk Stamer: „Für Dummerstorf und den gesamten Landkreis Rostock ist diese Ansiedlung eine außergewöhnliche Chance. Über Jahre werden Aufträge und Arbeitsplätze rund um den Bau entstehen, anschließend kommen dauerhafte hochqualifizierte Arbeitsplätze hinzu. Zugleich können durch die Nutzung der Abwärme weitere Vorteile für die Region entstehen.
Als Wirtschaftsinformatiker freut mich besonders, dass hier nicht irgendein Rechenzentrum entsteht. Mit der Investition wird auch die digitale Souveränität Deutschlands und Europas gestärkt. Leistungsfähige Rechenzentren und sichere Dateninfrastrukturen sind heute genauso Teil unserer kritischen Infrastruktur wie Energie- und Verkehrsnetze. Wenn wir bei Digitalisierung, Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz technologisch souveräner werden wollen, brauchen wir eigene leistungsfähige Infrastruktur in Deutschland und Europa.
Dass ein solches Zukunftsprojekt hier bei uns in Dummerstorf entsteht, ist deshalb wirtschaftlich wie technologisch eine hervorragende Nachricht. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam mit der Gemeinde und der Region dafür zu sorgen, dass möglichst viel Wertschöpfung vor Ort entsteht und die Menschen unmittelbar von dieser Investition profitieren.“
