Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
15. Oktober 2014

Bienen haben enorme wirtschaftliche und ökologische Bedeutung

Thomas Krüger: SPD-Landtagsinitiative soll Lebensgrundlagen verbessern

Wissenschaftler warnen seit geraumer Zeit vor einer Gefährdung der Bienen. So kam es zeitweise in ganz Europa zu einem massenhaften Sterben von Bienenvölkern. Angesichts dieser Tatsachen und der Bedeutung der Bienen für den Menschen hat die SPD-Landtagsfraktion gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner eine Landtagsinitiative zur Verbesserung des Nahrungsangebots für die Bienen eingebracht, die heute vom Landtag beschlossen wurde. Dazu erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger:

„Wissenschaftler haben berechnet, dass die Honigbiene nach dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Haustier ist, das der Mensch in Deutschland hält. Das Bundeslandwirtschaftsministerium schätzt ihren wirtschaftlichen Nutzen auf etwa vier Milliarden Euro jährlich.

Die Honigbienen aber auch die Wildbienen und Hummeln übernehmen rund 80 Prozent der Bestäubung der Nutz- und Wildpflanzen, z.B. von Äpfeln, Zwiebeln und Gurken. Damit sind auch wir Menschen mit unserem Nahrungsmittelbedarf abhängig davon, dass die Bienen ihre Lebensgrundlagen behalten.

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung haben die Bienen aber selbstverständlich auch eine hohe ökologische Bedeutung. So trägt die Bestäubungsleistung der Bienen in hohem Maße zur Biodiversität bei. Und die Biene ist ein enorm wichtiger Umweltindikator.

Deshalb wollen die Koalitionsfraktionen, dass das Nahrungsangebot für die Bienen verbessert wird. Wichtige Schritte sind mit dem Blühflächenprogramm des Landwirtschaftsministeriums bereits unternommen worden. Das setzt voraus, dass sich Imker und Landwirte zu diesem Blühflächengramm bekennen und dadurch gegenseitiges Verständnis entsteht.

Mit unserem Antrag bekräftigen wir, dass dieses Programm fortgeführt wird. Wir wollen, dass das Land gemeinsam mit dem Landesimkerverband einen Katalog von bienenfreundlichen Pflanzen zusammenstellt. Dieser soll beispielsweise Bürgermeistern und Stadtplanern helfen, bei neuen Anpflanzungen solche Pflanzen auszuwählen, die besonders bienenfreundlich sind. Dieser Katalog kann aber auch, Kleingartenvereinen zur Verfügung gestellt werden, um Kleingärtner, die ja auch bislang schon wertvolle Arbeit beim Anbau von bienenfreundlichen Pflanzen leisten, weiter fachlich zu rüsten. Zudem wollen wir mit Projekten und Arbeitsgemeinschaften an den Schulen für die Bedeutung der Imkerei landesweit werben. Und nicht zuletzt soll das Ministerium mit dem Antrag prüfen, ob der Anbau von bienenfreundlichen Pflanzen auf ebenerdigen Flächen die mit Solaranlagen bebaut sind, gefördert werden kann."

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