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13. September 2018

Brandschutz ohne Freiwillige Feuerwehr im Land nicht vorstellbar

Ralf Mucha: Gewährleistung der Einsatzbereitschaft, Nachwuchsgewinnung und Modernisierung werden vom Land aktiv vorangetrieben und unterstützt

Der Sprecher für Brand- und Katastrophenschutz der SPD-Landtagsfraktion MV, Ralf Mucha, hat sich heute im Rahmen der Aussprache im Landtag „Dank den Brandschützern – Brandschutz zukunftsfest gestalten“ im Namen seiner Fraktion bei allen ehrenamtlich Tätigen in den verschiedenen Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen für ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft bedankt.

In Bezug auf den Brandschutz stellte Mucha fest, dass ein effektiver Brandschutz in weiten Teilen des Landes ohne die Freiwillige Feuerwehr nicht vorstellbar wäre. In diesem Sommer habe man zudem besonders eindrucksvoll erlebt, wie wichtig ein funktionierendes Feuerwehrwesen sei.

Mucha ergänzte: „Feuerwehren bekämpfen aber nicht nur Brände und leisten technische Hilfe, sondern sie sind auch bei der Abwehr von Katastrophen und anderen Gefahren nicht wegzudenken. Die Arbeit als Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann gehört somit zu den verantwortungsvollsten und gefährlichsten Tätigkeiten, die es in unserem Land gibt, das gilt sowohl für hauptberufliche wie ehrenamtliche Feuerwehrleute.“

Freiwillige Feuerwehren lebten vom Engagement ihrer Mitglieder. Diese brächten sich nicht selten auch mit erheblichen Eigenleistungen ein und müssten den Dienst mit ihrer Berufstätigkeit und Ihrem Privatleben vereinbaren. Damit seien Freiwillige Feuerwehren ein Vorbild für Gemeinschaftssinn und gegenseitige Hilfe. Wegen des demografischen Wandels sei es aber für viele Freiwillige Feuerwehren schwierig, ausreichend Personal vorzuhalten, um die Tages-Einsatzbereitschaft 24/7 zu gewährleiten. Mit dem Ende 2015 überarbeiteten Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz seien deshalb Rahmenbedingungen geschaffen worden, um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren, insbesondere an Wochentagen, zu erhöhen und die Feuerwehren so zu organisieren, dass sie für die künftigen Aufgaben gut aufgestellt sind. Dies betreffe etwa die Ermöglichung von Doppelmitgliedschaften, die Aufnahme von nicht feuerwehrdiensttauglichen Personen für Unterstützungstätigkeiten oder die Erweiterung der Freistellungsregelungen. Darüber hinaus sei insbesondere die überörtliche Zusammenarbeit gestärkt worden.

Wegen der vor allem im ländlichen Bereich bestehenden Nachwuchssorgen, gelte es aktuell, auch im Kinder- und Jugendbereich für eine aktive Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu werben. Auch dies habe man bei der Novelle des Brandschutz-und Hilfeleistungsgesetzes neu geregelt. Zudem werde die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow als zentrale Ausbildungsstätte für die öffentlichen Feuerwehren des Landes, zu einem Kompetenzzentrum des Brand- und Katastrophenschutzes ausgebaut.

Mucha abschließend: „Die Feuerwehren haben eine lange Tradition und einen festen Platz in den Städten und Gemeinden. Sie zählen vor Ort zu den anerkanntesten Einrichtungen, denn sie leisten einen unverzichtbaren Dienst für die Sicherheit der Menschen. Wir werden dafür Sorge tragen, dass dies auch in Zukunft gelingt.“

Zahlen und Fakten:
Nach der aktuellen Jahresstatistik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern sechs Berufsfeuerwehren und 939 Freiwillige Feuerwehren. In den Berufsfeuerwehren sind 739 Feuerwehrleute, in den Freiwilligen Feuerwehren sind insgesamt 25.444 Feuerwehrmitglieder tätig. Zudem gibt es 649 Jugendfeuerwehren mit 8.304 Mitgliedern. Im Jahr 2017 bewältigten die Feuerwehren in unserem Land 5.248 Brandeinsätze und 15.937 technische Hilfeleistungen. Dazu kommt noch der enorm hohe Anteil an Aus-und Fortbildung sowie Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit.

Themen:
  • Sprecher für Datenschutz und Informationsfreiheit, Feuerwehrpolitik, Brand- und Katastrophenschutz
  • Innen- und Europaausschuss, Rechtsausschuss, NSU-Untersuchungsausschuss
  • E-Mail
  • Telefon: 0385 525 2353
  • Telefax: 0385 525 2338
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