Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. Februar 2014

Debatte um den Wolf in Mecklenburg-Vorpommern versachlichen

Thomas Krüger: Miteinander von Mensch und Wolf ist möglich

Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Krüger begrüßt den aus jüngsten Presseveröffentlichungen hervorgehenden veränderten Ansatz der CDU-Abgeordneten Beate Schlupp, den Umgang mit dem Wolf nicht nur aus der Sicht der Jagd zu betrachten, sondern dabei auch den Aspekt des Natur- und Artenschutzes zu berücksichtigen:

„Für die SPD-Fraktion ist die Wiederansiedlung des Wolfes in unserem Bundesland eine erfreuliche Tatsache. Dabei bestreite ich nicht, dass es neben alten Ängsten und Vorurteilen, die durch die Vermittlung von fundiertem Wissen abzubauen sind, auch echte Konfliktpotenziale im Zusammenhang mit der Tierhaltung im Freiland gibt. Die Forderung nach einer Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht halte ich jedoch bei der derzeitigen Populationsdichte in unserem Land für überzogen.

Statt dessen bin ich der Auffassung, dass mit verantwortlichem Handeln die Konflikte gelöst werden können und ein Miteinander von Mensch und Wolf möglich ist. Grundvoraussetzung dafür ist eine sachbezogene und rational geführte Debatte. Sehr nützlich sind in diesem Zusammenhang mehrere Publikationen des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz zum Thema Wolf wie ‚Managementplan für den Wolf in M-V', ‚Wolfsmonitoring - Ihre Mitarbeit ist entscheidend' und ‚Wölfe - Schutzmaßnahmen und Vorgehen im Schadensfall', die über das Ministerium bezogen werden können.

Für einen Dialog zum Umgang mit dem Wolf mit dem Landesjagdverband, den Umweltverbänden, dem Bauernverband und den Kommunen steht die SPD-Fraktion jederzeit bereit", so Thomas Krüger abschließend.

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