Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
16. September 2020

DRK wäre gut beraten, Tarifgespräche in Grevesmühlen und Grimmen wieder aufzunehmen

Zum Angebot der Gewerkschaft ver.di an die DRK-Krankenhäuser in Grevesmühlen und Grimmen, Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen: 

„Es ist eine Frage des Respekts und der Glaubwürdigkeit, dass Menschen für ihre Arbeit anständig bezahlt werden. Nicht erst, aber insbesondere seit der Pandemie ist klar, wir brauchen im Gesundheitsbereich auch für Nicht-Mediziner flächendeckend gerechte Tarifverträge. Nur sie sichern faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten, ob bei der Reinigung der Zimmer oder der Pflege der Kranken und Genesenden. Genau richtig und wertvoll ist darum das Angebot von ver.di an die DRK-Krankenhäuser in Grevesmühlen und Grimmen, die gescheiterten Tarifgespräche mit der Geschäftsführung unverzüglich wieder aufzunehmen. Die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hängt maßgeblich davon ab, ob unsere Krankenhäuser vor allem auch auf dem Land gut aufgestellt sind. Es fehlt an qualifizierten Personal. Deswegen braucht es Anreize, um ausreichend Menschen für die Arbeit in den Kliniken zu gewinnen. Geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen, keine Weiterqualifizierungen und Aufstiegsmöglichkeiten helfen hier nicht weiter. Wir begrüßen das Angebot von ver.di deshalb ausdrücklich. Und meinen: Das DRK wäre gut beraten, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das würde den Beschäftigten vor Ort helfen und sogar zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in der gesamten Region beitragen.“
Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus