Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
13. November 2015

Ehrenamtsstiftung hat in kürzester Zeit Fahrt aufgenommen

Julian Barlen: Rahmenbedingungen für Engagement vor Ort haben sich verbessert

Im zweiten Teil der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ berichteten Ministerpräsident Erwin Sellering und der Geschäftsführer der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in MV, Jan Holze, über die Arbeit der Stiftung. Hierzu erklärt der Obmann der SPD-Landtagsfraktion in der Enquete-Kommission, Julian Barlen:

„Im Zuge des demographischen Wandels steigt auf der einen Seite der Anteil der Menschen, die keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen und sich so stärker dem freiwilligen Engagement widmen können. Gleichzeitig erhöht sich aber auch auf der anderen Seite die Anzahl der Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Seniorinnen und Senioren haben ein immenses Erfahrungswissen in unsere Gesellschaft einzubringen und weiterzugeben. Insofern gilt es durch Anerkennung, Beratung, Weiterbildung, Vernetzung und konkrete Förderung bestehendes Engagement möglichst lange zu erhalten und neue Freiwillige zu gewinnen.

Auch vor diesem Hintergrund begrüßt die SPD-Fraktion die Gründung der 'Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement‘ in Mecklenburg-Vorpommern auf Initiative unseres Ministerpräsidenten. Nach dem Gründungsprozess, in dem viele maßgebliche Akteure eingebunden waren, hat die Stiftung in kürzester Zeit Fahrt aufgenommen. Sie berät zu Organisationsfragen und rechtlichen Belangen von Projekten und Initiativen und bietet Fortbildungen an. Außerdem unterstützt sie mit Zuschüssen von bis zu 1.000 oder in besonderen Fällen bis zu 3.000 Euro ehrenamtlich getragene Vorhaben, die den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in MV stärken.

Schon nach wenigen Monaten wird ersichtlich, dass sich die Rahmenbedingungen insbesondere für die zunehmende Zahl bürgerschaftlich Engagierter, die nicht in größere Organisationen eingebunden sind, durch die Ehrenamtsstiftung verbessert haben. Dies ist auch in den Gesprächen, die wir dazu in letzter Zeit geführt haben, deutlich geworden.

Die Enquete-Kommission wird sich nunmehr u. a. damit beschäftigen, wie freiwilliges Engagement beispielsweise im Bereich 'Gesundheit und Pflege' noch besser unterstützt werden kann und in einen Dialog eintreten, welche Rolle die Stiftung dabei spielen kann. Die Stärkung der Mitmachzentralen und die Ausbildung und Unterstützung von ‚Dorfkümmerern‘, die vor Ort Initiativen zusammenbringen und dafür sorgen, dass alle an einem Strang ziehen, sind zudem Maßnahmen, um das Engagement stärker in der Fläche zu verankern. “

Hintergrund:
Die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde vom Landtag eingesetzt, um politische Maßnahmen zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft zu empfehlen. Sie setzt sich aus elf Mitgliedern des Landtages und zehn externen Fachleuten zusammen und tagt öffentlich. In den sechs Themenfeldern „Wohnen im Alter“, „Alter und Gesundheit/Pflege“, „Mobilität im Alter“, „Bildung/Arbeit“, Bürgerschaftliches Engagement/Gesellschaftliche Teilhabe“ und „Infrastruktur“ erarbeitet die Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Gutachten und im Dialog mit den zuständigen Ministerien und Experten aus der Praxis Vorschläge für eine zukunftsfeste Seniorenpolitik.

Kontakt
  • Fraktionsvorsitzender
  • Sprecher für Strategien für Demokratieförderung und Extremismusbekämpfung