Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
11. Mai 2015

Engagement für Entwicklungspolitik muss verstärkt werden

Stefanie Drese/ Dagmar Kaselitz: Europäisches Jahr für Entwicklung soll Menschen für Entwicklungspolitik sensibilisieren

Am Rande der Tagung „Wer entwickelt wen wofür?" des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV im Rahmen des Europäischen Jahrs der Entwicklung erklärten die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefanie Drese, und die entwicklungspolitische Sprecherin, Dagmar Kaselitz, heute in Schwerin:

Stefanie Drese:
„Das Thema des diesjährigen Europäischen Jahrs eröffnet uns die Möglichkeit, die Bürger/innen in die Entwicklungszusammenarbeit einzubeziehen. Fast 85 Prozent der EU-Bürger/innen vertraten 2012 die Ansicht, dass die EU, trotz der gesamteuropäisch schwächelnden Wirtschaft, ihr Engagement in der Entwicklungspolitik weiterhin fortsetzen sollte. Gerade vor dem Hintergrund der Flüchtlingsströme auf dem Mittelmeer ist das ein eindeutiges Signal, dass wir in einer Welt leben und partnerschaftlich mit Entwicklungsländern zusammenarbeiten müssen. Wir brauchen das gemeinsame Engagement aller Beteiligten, um humane und nachhaltige Lösungen zu finden."

Dagmar Kaselitz:
„Auch in MV ist Entwicklungspolitik ein zunehmend ins öffentliche Bewusstsein rückendes Thema. In unserem Bundesland haben sich 40 Vereine, Initiativen und Einzelpersonen im „Eine-Welt-Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern" zusammengeschlossen. Wir haben rund 20 Weltläden und Fairhandelsgruppen im Land. Viele Kirchengemeinden unterstützen Projekte und unterhalten Partnerschaften, die oftmals aber im Verborgenen arbeiten. Deshalb haben wir als Landtag im Dezember 2013 mit der Finanzierung des „Eine-Welt-Promotorenprogrammes" einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – nämlich der Förderung des Problembewusstseins für entwicklungspolitische Fragen und Engagement in unserem Bundesland – eingeschlagen. Das Europäische Jahr für Entwicklung ist eine gute Möglichkeit, die Bürger für dieses so wichtige Politikfeld zu informieren und Interesse für eigenes Engagement zu wecken."

Kontakt
  • Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung