SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
Julian Barlen: Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit guter Versorgungsstrukturen verdeutlicht
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen, hat in der heutigen Debatte zur Einsetzung einer Enquetekommission zur „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern, die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten, guten und vor allem erreichbaren Gesundheitsversorgung als elementarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge hervorgehoben. Zentrale Aufgabe sei, den Anspruch der Menschen auf gute Versorgung mit der tatsächlichen Versorgungsstruktur in Einklang zu bringen.

„Alle Menschen in unserem Land, Jung wie Alt, brauchen eine gute Gesundheitsversorgung – egal, ob auf dem Land oder in der Stadt. Wie wichtig eine solide Versorgungsstruktur und vor allem die vielen engagierten und hoch professionellen Beschäftigten in diesem Bereich sind, zeigt sich aktuell angesichts der weltweiten Corona-Pandemie.“

Auch jenseits von Corona stehe dieses medizinische Versorgungssystem laut Barlen vor erheblichen Herausforderungen: „Kaum ein Monat vergeht, in dem bspw. nicht eine Personalknappheit zu lokalen Versorgungsengpässen führt. Kaum ein Monat, in dem nicht Leistungserbringer laut über Strukturanpassungen nachdenken oder sogar Nägel mit Köpfen machen, ohne, dass darüber ein Konsens bestünde. Aber auch kaum ein Monat, in dem nicht Nachrichten über neue Möglichkeiten der Therapie in der Spitzenmedizin die Runde machen, die im MV angeboten werden müssen.“

Die Ursachen für diese Herausforderungen seien einerseits der demographische Wandel mit mehr älteren Patienten, andererseits regional sehr unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklungen, ein vielerorts ausgeprägter Fachkräftemangel sowie bundesrechtliche Rahmenbedingungen wie die Finanzierung der erbrachten Leistungen.

„Deshalb stellen wir uns als Landtag der Aufgabe, in der Enquetekommission erforderliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen eines integrierten, sektorenübergreifenden und multiprofessionellen medizinischen Versorgungsplans für Mecklenburg-Vorpommern zu diskutieren. Die Aufgabenstellung - aufbauend auch auf Erkenntnisse der Enquete-Kommission „Älter werden in MV“ - ist, mithilfe von Experten die Rahmenbedingungen zu skizzieren und Maßnahmen für eine langfristig tragfähige medizinische Versorgung hier in MV zu empfehlen", so Barlen abschließend.
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