Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. September 2012

FC Hansa Rostock: Soziales und sportliches Engagement für die Jugend trotz wirtschaftlich schwieriger Situation

Arbeitskreise Finanzen und Innen der SPD-Landtagsfraktion trafen sich mit Vereinsführung des FC Hansa Rostock in der DKB Arena zu einem Informationsgespräch

Hansa

Am gestrigen Mittwoch trafen sich die Finanz- und Innenpolitiker der SPD-Landtagsfraktion beim FC Hansa Rostock, um sich mit der Vereinsführung über verschiedene Problemfelder auszutauschen. Im Nachgang der aufschlussreichen Gespräche äußerten sich drei der Teilnehmer:

Ralf Mucha, Sprecher für Kinder und Jugendpolitik:

"Beim heutigen Besuch des FC Hansa Rostock lernte ich viele spannende neue Dinge kennen. Die gute Arbeit des Fanprojektes hat mich besonders beeindruckt. Einzelberatungen zu vielen Lebens- und Problemlagen, Angebote für nicht volljährige Fans, Deeskalation, Prävention und sportliche Freizeitangebote stehen im Vordergrund und werden durch mich begrüßt. Dazu zählt auch das Projekt "Hansa Rostock und ich", das an verschiedenen Schulen die Lerninhalte möglichst konkret gegenständlich, handlungsorientiert und durch Methoden des geöffneten Unterrichts im Rahmen von Nachmittagsangeboten vermittelt. Besonders freut mich, dass die Hundertwasser-Gesamtschule aus meinem Wahlkreis Lichtenhagen mitmacht. Ein wichtiger Punkt ist auch die Nachwuchsakademie des FC Hansa. Die Nachwuchsarbeit ist deutschlandweit angesehen und es kommen immer wieder Talente nach oben. Viele Kinder haben Spaß und Freude daran, beim FC Hansa Rostock zu spielen. Diese Form der Jugendarbeit muss weiterhin unterstützt werden."

Tilo Gundlack, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

"Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann berichtete über die Anstrengungen des Vorstands und des gesamten Verein, mit der finanziellen Situation, die sich insbesondere aus dem Abstieg der Mannschaft in die 3. Bundesliga ergeben hat. Im Vergleich habe man allein über die Verwertung der Fernseh- und Hörfunkverträge mehr als 3,5 Mio. EURO an Einnahmen eingebüßt. Die Kosten des Stadionbetriebs drücken auf die Bilanz, man suche jetzt innovative Lösungen. Finanzvorstand Sigrid Keler erläuterte dazu, dass es Überlegungen gäbe, die Anteile am Stadion über Beteiligungen zu vermarkten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins gegenüber anderen Bundesligavereinen wiederherzustellen. Der FC Hansa Rostock ist neben Bayern und Hoffenheim der einzige Verein, der sein Stadion selbst managet. Alle anderen Vereine mieten ihre Stadien. Um Einnahmen zu generieren, sind alle 23 Logen des Stadions vermietet. Über den normalen Spielbetrieb hinaus betreibt der Verein ein bundesweit anerkanntes Nachwuchszentrum, das vom Profibereich mit etwa 500.000 Euro unterstützt wird. Marketingvorstand Dr. Peter Zeggel unterrichtete über die Fanprojekte und über das neue Schulprojekt „Hansa und ich“. Hier bat der Vorstand die Abgeordneten um Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Förderprogramm zur Kofinanzierung des Projektes. Mich haben die Anstrengungen des Vereins sehr beeindruckt. Die Bitten des Vorstandes werde ich in kommende haushaltspolitische Überlegungen einfließen lassen."

Manfred Dachner, sicherheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

"Nachdem der Vorstand des FCH am 08.12.2011 im Innenausschuss des Landtages zu den Ausschreitungen  im heimischen Stadion zu berichten hatte, konnten die Mitglieder des Arbeitskreises Innen erfreut zur Kenntnis nehmen, dass die vorgesehenen Präventionsmaßnahmen, insbesondere an den Rostocker Schulen, durch den FCH entschieden voran gebracht wurden. Dennoch sind die bürokratischen Hürden zur Einwerbung von Fördermitteln für weitere Präventionskonzepte oftmals unüberwindlich. Hier versprechen die Mitglieder des Arbeitskreises Innen und Finanzen, spezifische Hilfestellung zu geben.
Lobenswert können auch die großen Anstrengungen und Fortschritte in der Fan-Betreuung hervorgehoben erden. Dazu zählt u. a. auch, dass der Kreis der gewaltbereiten "Fans" immer kleiner wird und die konsequente Entscheidung des Vorstands zur Trennung des Gästeblockes und der eigenen Fans aufrecht erhalten wurde. Dennoch sind weitere Gespräche zwischen Vorstand und Fan-Szene zur Annäherung geplant. Vom Vorstand wurde abschließend eine unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei bei der konsequenten und unverzüglichen Strafverfolgung angemahnt."

Alle Teilnehmer der Treffens zeigten beeindruckt, dass der Verein trotz wirtschaftlicher und sportlicher Probleme sein Engagement für die Stadt und insbesondere die Jugend nicht ruhen lässt. Gern stehe man dem Verein auch zukünftig als Ansprechpartner zur Verfügung. Hansa Rostock bleibe auch in der dritten Liga ein wichtiges Identifikationssymbol für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern.

Kontakt
  • Vorsitzender des Finanzausschusses
  • Sprecher für Haushalts- und Finanzpolitik, Werftenpolitik
  • Finanzausschuss, Bildungsausschuss