Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. Juni 2019

Flächendeckende medizinische Versorgung gut organisieren und langfristig sichern

Anlässlich der Debatte über das Personalproblem der Kinderstation der Asklepios-Klinik Parchim erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen:

 „Wir alle wollen das akute Personalproblem der Parchimer Klinik schnell lösen. Hierbei unterstützen wir den Gesundheitsminister ausdrücklich bei seinen Bemühungen.

Damit wir das Ziel, die medizinische Versorgung flächendeckend und langfristig zu sichern, auch erreichen, darf es aber nicht bei punktuellen Noteinsätzen von Harry Glawe bleiben. Damit nicht in den kommenden 10-20 Jahren immer wieder, in verschiedenen Regionen dieselben Probleme wie jetzt in Parchim auftreten, brauchen wir weiterhin einen integrierten, sektorenübergreifenden Gesamtplan für die Gesundheitsversorgung in unserem Land, der alle vorhandenen Akteure bestmöglich vernetzt zum Einsatz bringt.

In der Enquete-Kommission der letzten Legislatur haben wir dazu viel ausgearbeitet. Ein wichtiges Beispiel ist der Ansatz von „Versorgungsankern in der Fläche“ im Sinne von modernen Polikliniken.

Es braucht einen geänderten Blickwinkel und eine veränderte Arbeitsteilung. Ambulante, teilstationäre und auch stationäre Leistungen müssen den Menschen letztlich aus einer Hand angeboten werden. Von Allgemein- und Fachärzt*innen flexibel in der Niederlassung oder im Krankenhaus, ambulant, teilstationär und stationär – womöglich in einem Gebäude, durch integrierte, eigenständige Pflege und weitere Heilberufe. Ärzte, Pflege, Heilberufe. Genau dieses Personal ist – jede Gruppe für sich betrachtet – nämlich knapp und nur durch sehr gute, langfristig tragfähige und interdisziplinäre Arbeitsbedingungen und auch kulturell, sozial und bildungspolitisch lebenswerte Städte und Dörfer zu begeistern und im Land zu halten.“
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