Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
14. Oktober 2021

Gute Hospizversorgung für ein selbstbestimmtes und erfülltes Lebensende

Heute ist der Deutsche Hospiztag. Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, betont die große Bedeutung einer guten Hospizversorgung für ein selbstbestimmtes und erfülltes Lebensende: 

„Es ist eine große Errungenschaft unserer solidarischen und sorgenden Gesellschaft, dass sterbende Menschen auf eine gute Versorgung mit hospizlichen und palliativen Leistungen vertrauen können. Sterbenden muss bis zum Lebensende Schmerzfreiheit und Selbstbestimmung ermöglicht werden. Hierfür leisten alle Frauen und Männer, die sich hauptamtlich und ehrenamtlich in unserem Land für die bestmögliche Begleitung Sterbender engagieren, einen herausragenden Dienst. Ihnen gebührt unser Dank!

Dafür brauchen wir auch in MV eine starke Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Erfreulicherweise ist das Hospiz- und Palliativangebot in unserem Bundesland bereits auf eine ganzheitliche körperliche und seelische Betreuung ausgerichtet. Damit kann das Leid schwerkranker und sterbender Menschen gelindert und ihnen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden – wenn möglich und gewünscht auch in der gewohnten häuslichen Umgebung.

Zum Gelingen trägt insbesondere auch das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt in Krankenhäusern, Krankenkassen, der Ärzteschaft und den zahlreichen Vereinen und Initiativen bei. Wesentlich sind zwar die Krankenkassen dafür zuständig, die palliativmedizinische Versorgung sicherzustellen und anfallende Kosten zu tragen, trotzdem ist es so sachgerecht wie begrüßenswert, dass das Land seit Jahren eine finanzielle Förderung unter anderem für Investitionskosten bereitgestellt hat. Auch das im Medizinstudium eingeführte Pflichtfach ‚Palliativmedizin‘ führt zu mehr Aufmerksamkeit und Kompetenzen bei den behandelnden Ärzt*innen und verbessert das Wohlergehen schwerstkranker und sterbender Menschen in MV.

Wir werden die Hospiz- und Palliativversorgung weiterhin unterstützen und stärken. Jetzt muss es darum gehen, die vorhandenen regionalen Angebote in MV besser zu vernetzen und beispielsweise die Versorgung durch die Hausärzte und Pflegedienste noch zu stärken.“
Kontakt
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