Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
19. Januar 2021

Impfbereitschaft und Akzeptanz in MV positiv für gemeinsame Krisenbewältigung

Im Auftrag der Ostsee-Zeitung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa die Zustimmung zu den Corona-Maßnahmen sowie die Impfbereitschaft der Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern abgefragt. 62 Prozent der Befragten signalisierten Bereitschaft zu einer Impfung, weitere 23 Prozent zeigten Offenheit, wollten aber zunächst abwarten. Bei der Bewertung der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hielten 50 Prozent der Befragten die Regeln für angemessen, weitere 26 Prozent für nicht weitgehend genug. Dazu sagt Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
„Nach einem Jahr mit Corona ist völlig klar: Die Bewältigung der Pandemie wird uns nur gemeinsam gelingen, indem Regeln zur Eindämmung akzeptiert und befolgt werden und die Bereitschaft für die Impfungen hoch ist. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Voraussetzungen hierfür sehr gut!

Ich freue mich darüber, dass nahezu zwei Drittel der Befragten schon jetzt sagen, dass sie sich impfen lassen, sobald es für sie ermöglicht wird. Ein weiteres Viertel ist grundsätzlich offen und möchte zunächst abwarten. Das sind – wie gewohnt in MV – sehr gute Werte und eine wichtige Voraussetzung für den Impferfolg. Damit sich alle, die der Impfung aufgeschlossen gegenüberstehen, bald ihren ‚Piks‘ abholen können, braucht es jetzt schnell zusätzliche Impfstofflieferungen des Bundes.

Bis der Impfstoff weitgehend verfügbar ist, bleibt es wichtig, die allgemeinen Regeln zu befolgen. Abstände einhalten, Maske tragen, Hygiene umsetzen. Wie schon häufig gesagt: Es hat sprichwörtlich jede und jeder in der Hand, das Virus durch ein verantwortungsvolles eigenes Handeln zu stoppen. Die übergroße Mehrheit von fast 80 Prozent in MV zieht mit. Das ist wichtig und muss so bleiben. Ich appelliere an alle, die die Regeln für sich selber ablehnen, Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen und nicht nur auf den eigenen Bauchnabel zu schauen. Nur, wenn alle mitziehen und die für uns alle belastenden Regeln akzeptieren, können wir unser und vor allem auch das Leben unserer Nächsten schützen.

Wirklich himmelschreiend und völlig inakzeptabel ist es, dass mehr als die Hälfte der AfD-Sympathisanten in der Umfrage angibt, sich nicht an die beschlossenen Corona-Regeln zu halten. Dieses rücksichtslose und egoistische Verhalten ist bei keiner anderen politischen Strömung so zu beobachten. Nach den andauernden Tiraden der AfD-Abgeordneten in den Parlamenten, die immer wieder den Ernst der Lage leugnen und damit die Notwendigkeit der Corona-Maßnahmen abstreiten, ist das leider nicht verwunderlich. Dabei gibt es auch im AfD-Lager viele Risiko-Patientinnen und -Patienten, Großeltern und Vorerkrankte. Wir wenden uns mit aller Entschiedenheit gegen diese Rücksichtslosigkeit.“
Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus