Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
14. Januar 2021

Impfen: Land gut vorbereitet, mehr Impfstoff nötig, unsinnige Debatten fehl am Platze

Eines der derzeit vordringlichsten Themen ist das Impfen. Dazu erklärt Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: 

„Die Impfkampagne mit mobilen Teams und Impfzentren ist in MV gut angelaufen. Wir haben bundesweit aktuell die beste Impfquote unter den Ländern und damit ein sehr gutes Tempo vorgelegt. Entscheidend für diesen Erfolg sind der schnelle und reibungslose Aufbau der Impfzentren im Land und der Einsatz der mobilen Impfteams.

Jetzt braucht es vor allem einfach viel mehr Impfstoff. Wenn mehr Nachschub ankäme, könnten zeitnah viel mehr Menschen versorgt werden. Die hochprofessionellen Frauen und Männer in den Zentren und Teams wären in der Lage, ein Vielfaches mehr zu impfen. Das Impfen kann aber nur an Fahrt gewinnen, wenn zeitnah viel zusätzlicher Impfstoff geliefert wird.

Die Impfbereitschaft ist bei uns im Land insgesamt und auch bezüglich Corona enorm hoch. Das ist sehr gut. Darum brauchen wir derzeit weder eine Diskussion über eine Impf-Werbekampagne, die den Menschen das Impfen und dessen Vorzüge erklärt. Noch ist eine Debatte über eine Impfpflicht vonnöten. Das Gegenteil trifft hier zu: Diese Debatten, die allzu oft nur populistisch sind und mit gefährlichem Halbwissen oder Falschaussagen geführt werden, sind unsinnig, verunsichern die Menschen und stiften Unruhe. Darum fordern wir mehr Impfstofflieferungen ein und bauen weiterhin auf die Vernunft der Menschen, sich impfen zu lassen, wenn sie an der Reihe sind.

Auch wenn die AfD nach bisher weitgehender Verweigerung beim Maskentragen und Ablehnung der Corona-Maßnahmen wieder einmal versucht, die Situation für ihre Zwecke umzudeuten, ist doch eins klar: Es scheitert nicht an der Impfbereitschaft. Wir brauchen dringend mehr Impfstoff, erst dann kann eine Impf-Werbekampagne überhaupt Sinn machen. Zwei Impfstoffe sind derzeit zugelassen, weitere Mittel befinden sich im Zulassungsverfahren. Erst dann ist es theoretisch überhaupt möglich, zwischen unterschiedlichen Impfstoffen zu wählen.“
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  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus