Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
09. Juni 2016

In Wolgast bleibt durch Strukturveränderungen ein leistungsfähiges Krankenhaus erhalten

Julian Barlen: Nur mit einem umfassenden regionalen Versorgungskonzept gelingt gute Gesundheitsversorgung

Zur heutigen Landtagsdebatte zur Volksinitiative „Zur Wiedereröffnung der Abteilungen Kinder- und Jugendmedizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Wolgast“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen:

„Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Das ist der Grund dafür, warum so intensiv und höchst emotional über die medizinische Versorgung in der Region Wolgast, Greifswald, Anklam diskutiert und gestritten wird. Unser Ziel ist und bleibt, eine gute und flächendeckende Gesundheitsversorgung gemeinsam mit allen Beteiligten sicherzustellen.

Und dazu gehört, dass in Wolgast ein leistungsfähiges Krankenhaus erhalten bleibt . Mit Blick auf dieses Ziel musste in Wolgast und Anklam gehandelt werden, weil die Krankenhausträger von sich aus angezeigt haben, dass ein ‚Weiter so‘ nicht möglich war. In Wolgast drohte ohne strukturelle Veränderungen ein viel größerer Verlust. Denn das Krankenhaus als Ganzes befand sich in wirtschaftlicher Schieflage.

Konkret wurde vor diesem Hintergrund die Kinder- und Jugendmedizin sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe nach Anklam verlagert. Im Krankenhaus Wolgast wurden die Errichtung einer zentralen Notfallversorgung mit Aufnahmestation, mehr Palliativmedizin und die Schaffung einer geriatrischen Tagesklinik erreicht. Damit wird auch dem Fakt Rechnung getragen, dass die Gruppe der älteren Menschen in unserem Bundesland und auch in Vorpommern-Greifswald beständig wächst.

Bei der Gesundheitsversorgung einzig und allein auf ein stationäres Angebot an einem Standort abzustellen und nicht das integrierte Versorgungsnetzwerk für die ganze Bevölkerung einer gesamten Region in den Blick zu nehmen, greift deutlich zu kurz. Nur mit einem umfassenden regionalen Versorgungskonzept unter Beteiligung aller Akteure wird es gelingen, eine gute Gesundheitsversorgung vor Ort zu gewährleisten. Deshalb musste in Wolgast und Anklam gehandelt werden, um beide Standorte zu sichern und ein sektorenübergreifendes Versorgungsnetzwerk zu stärken.“

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