Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
07. April 2022

Jetzt müssen konkrete Maßnahmen für Sicherung der medizinischen Versorgung in MV kommen

Heute hat der Landtag über den Antrag der MV-Koalition „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern“ debattiert. Dazu erklärt Christine Klingohr, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: 

„Gesundheit ist keine Ware und medizinische Versorgung muss vor Gewinn gehen. Das ist unser Anspruch an die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir stehen als MV-Koalition dafür, dass eine qualitativ hochwertige und zugleich erreichbare medizinische Versorgung für alle Menschen bei uns im Land sichergestellt werden muss. Hier haben wir noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Dringend geboten sind konkrete Maßnahmen in der ambulanten Versorgung auf dem Land und auch für immer mehr ältere Menschen, das bei einem rasanten medizinischen Fortschritt und immer knapper werdenden personellen Ressourcen. Für alle Alters- und Patient*innengruppen müssen die Angebote weiterhin flächendeckend und gut zu erreichen sein. Um das abzudecken, haben wir heute der Landesregierung den Auftrag erteilt, jetzt zielgerichtet Handlungsempfehlungen der Enquetekommission zur Zukunft der medizinischen Versorgung in der vergangenen Legislaturperiode aufzugreifen und umzusetzen. Dafür solle eine entsprechende Kommission mit Einbindung der Akteur*innen aus den zuständigen Bereichen gegründet werden. Die zu Papier gebrachten Handlungsempfehlungen nutzen uns nur, wenn sie angemessen umgesetzt werden.

Es müssen also Maßnahmen sein, die eine integrierte, sektorenübergreifenden und multiprofessionelle medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern gewährleisten. Eine flächendeckende Versorgung wird sich nur durch eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit und den kooperativen Einsatz aller verfügbaren Kräfte sicherstellen lassen. Alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten – und zwar unabhängig, ob im ambulanten oder stationären Sektor – müssen an einem Strang ziehen. Gleichzeitig müssen wir aber auch mit modernen Mobilitätskonzepten dafür sorgen, dass die Menschen die medizinischen Angebote auch erreichen können. Und deswegen wollen wir auch das Ruf-Bussystem flächendeckend im Land einzuführen.“
  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Senioren-, Sozialpolitik und Gesundheitspolitik
  • Finanzausschuss, Sozialausschuss