Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
30. Juni 2021

Kinderschmerzmedizin an Uniklinik in Rostock kann starten

Am heutigen Mittwoch wurde ein Förderbescheid über 300.000 Euro von Bildungsministerin Bettina Martin an die Universitätsmedizin Rostock übergeben. Das Geld wurde auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion in den Strategiefonds des Landes eingestellt, um eine Kinderschmerzmedizin am Standort Rostock aufzubauen. Dazu erklärt Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: 


„Es ist sehr erfreulich, dass heute 300.000 Euro aus dem Strategiefonds der Universitätsklinik übergeben wurden, um eine Kinderschmerzmedizin einzurichten. Für viele Kinder und Jugendliche beispielsweise mit Rheuma oder anderen chronischen Erkrankungen gehören dauerhafte Schmerzen leider zum Alltag. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen hierbei spezialisierte, gut vernetze Hilfe, damit das tägliche Leben so wenig wie möglich eingeschränkt ist, Schulfehlzeiten und Leistungsabfall sich reduzieren, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus minimiert werden und ein sozialer Rückzug verhindert wird. Betroffene Kinder dürfen durch chronische Schmerzen nicht in Bildung und Teilhabe beeinträchtigt sein.

Das neue, interdisziplinäre Hilfsangebot der Kinderschmerzmedizin für die Betroffenen sowie ihre Eltern und Angehörigen ist eine wesentliche Verbesserung, da vergleichbare Angebote in Deutschland sehr rar sind. Viele Familien sind gezwungen, weite Strecken zurückzulegen, um ihren Kindern eine Behandlung zu ermöglichen. Der Landtag hat daher auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion beschlossen, mit Landesgeld eine Kinderschmerzmedizin an der Universitätsklinik Rostock einzurichten. Damit wird die medizinische Versorgung in ganz MV gestärkt.

Ich danke allen Beteiligten an der Uniklinik Rostock, die das neue Angebot ermöglichen werden und ebenso der sehr engagierten Elterninitiative, die aus der Sicht der Betroffenen nachhaltig für die verbesserte Unterstützung geworben und diese dadurch tatsächlich angeschoben hat.“
Kontakt
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus