Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
21. April 2016

Krankenhäuser in Wolgast und Anklam werden langfristig gesichert

Julian Barlen: Antrag der Volksinitiative wird im Mai im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Sozialausschuss mit Vielzahl von Experten erörtert

Zur heutigen Einbringung des Antrags der Volksinitiative „Zur Wiedereröffnung der Abteilungen Kinder- und Jugendmedizin sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Wolgast“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Julian Barlen:

„Das Bürgerengagement für den Erhalt der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin am Kreiskrankenhaus Wolgast verdient unseren Respekt. Mit viel Elan wurden tausende Unterschriften gesammelt. Das gibt uns hier im Landtag noch einmal die Gelegenheit, das Thema intensiv zu beraten und die Ursachen deutlich zu machen. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass die beteiligten Krankenhäuser in Wolgast und Anklam von sich aus Umstrukturierungsbedarf angezeigt haben. Erst anschließend haben die zuständigen Planungsbeteiligten vereinbart, beide Standorte mit Blick auf den langfristigen Bestand für die Versorgung der Bevölkerung anders aufzustellen.

Ziel aller beteiligten Akteure ist dabei die langfristige Sicherung der Versorgung und vor allem die Verhinderung eines ruinösen Wettbewerbs. Letztlich geht es in der Fläche darum, mit Blick auf die demografische Entwicklung, die sinkenden Fallzahlen und die Fachkräftesituation, die Standorte der medizinischen und pflegerischen Versorgung zu erhalten. Wenn der wirtschaftliche Bestand von Einrichtungen insgesamt in Frage steht, sind nachhaltige Umstrukturierungen besser als Schließungen. Beide Krankenhäuser vermelden mittlerweile, dass sich die Versorgung positiv entwickelt und arbeitsfähige Strukturen entstanden sind. Das ist am Ende im Sinne der Bevölkerung und gut für die Region. Ein ‚Weiter so‘ hätte die Versorgungssicherheit ernsthaft gefährdet.

Im Mai haben wir im Sozialausschuss noch einmal die Möglichkeit darüber zu sprechen und im Rahmen einer Anhörung mit einer Vielzahl von Experten und Beteiligten die Argumente zu erörtern.“

  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus