Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
29. Januar 2020

Landarztgesetz weiterer Beitrag für Hausärzte in unterversorgten Gebieten

In zweiter Lesung hat der Landtag MV heute das „Landarztgesetz“ beschlossen.
Dazu sagt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen:

 „Heute schaffen wir mit dem Landarztgesetz eine weitere Voraussetzung dafür, dass mehr junge, engagierte Frauen und Männer und auch mehr Landeskinder sich entschließen, Landärztin bzw. Landarzt zu werden, und anschließend dort zu arbeiten, wo die Versorgung am dringendsten gebraucht wird. An der hausärztlichen Versorgung nehmen neben den Fachärzten für Allgemeinmedizin auch Kinder- und Jugendärzte und auch Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung teil. Heißt, das Landarztgesetz MV hat durchaus das Zeug, auch im Bereich der Pädiatrie Gutes zu bewirken.

Unser Ziel für MV ist und bleibt der flächendeckende Zugang unserer Bevölkerung zu guter medizinischer und pflegerischer Versorgung. Dafür braucht es vor allem fachkundige, engagierte Menschen, die sich dieser wichtigen und wertvollen Aufgabe für die Menschen in MV verschreiben. Mit dem Landarztgesetz verbessern wir die Chancen für junge Menschen und Landeskinder, die Medizin studieren wollen und motiviert sind, für die Patientinnen und Patienten in ihrer Heimat da zu sein.

Diesen angehenden Landärztinnen und Landärzten ermöglichen wir ab dem Wintersemester 2021 per Vorabquote ein Studium der Humanmedizin unter der Maßgabe einer späteren Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten und von Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Mindestens 10 Jahre, hoffentlich ein glückliches und erfülltes Berufsleben lang."
  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus