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14. November 2018

Linke Landesschelte in Sachen Usedom greift zu kurz

Im Anschluss an die Anhörung im Energieausschuss zur Verkehrssituation auf Usedom erklärt der Obmann der SPD-Fraktion Philipp da Cunha:

 „Natürlich hat Usedom ein Verkehrsproblem, allerdings kein ganzjähriges. Daran trägt das Land im Übrigen nur bedingt Schuld. Fehlende Absprachen bei der Planung der Bettenzahlen in den einzelnen Gemeinden der Insel sind zuerst ein lokales Problem. Da bedarf es einer Steuerung vor Ort. Bei der Umsetzung der bestehenden Verkehrskonzepte hat das Land seine Hausaufgaben gemacht, während die kommunale Ebene noch Defizite hat. Auch die Planung des Nahverkehrs oder ein kostenfreies ÖPNV-Ticket auf Basis der Kurtaxe sind Dinge, die man zuerst vor Ort angehen muss. Man kann bei Problemen nicht immer nur mit dem Finger nach Schwerin zeigen, sondern muss auch selbst Verantwortung annehmen.

Da ist auch der Landkreis gefragt, der übrigens bis vor kurzem noch eine LINKE Verwaltungschefin hatte. Die heute geäußerten Anschuldigungen der LINKEN hinsichtlich Unterlassens und Hinauszögerns erscheinen mir daher wenig überlegt.

Im Übrigen ist das Land bereits gemeinsam mit dem Bund dabei, für die B111 Lösungen zu erarbeiten. Die Ortsumgehung Wolgast nimmt Gestalt an. An der südlichen Zufahrt werden die Bedingungen sukzessive verbessert. Die Ortsumgehung Zirchow rückt in greifbare Nähe. Beim Fahrplan für die UBB ist man im Gespräch. Das Land ist also ganz sicher nicht untätig.

Am Grundproblem aber, dass rund 45% der über sechs Millionen Übernachtungen jährlich in den drei Kaiserbädern stattfinden, sich folglich Menschen in Großstadtdichte auf engstem Raum befinden, kann das beste Verkehrskonzept nichts ändern. Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, über einen großen Wurf wie eine autofreie Insel mit einem dann entsprechend gut ausgebauten ÖPNV, mit kostenlosem Car-Sharing und mit mehr Fahrrädern zu sprechen. Anders wird die Topographie der Insel, die breitere Straßen und Ortsumgehungen oft gar nicht zulässt, schwer in den Griff zu bekommen sein.“
  • Vorsitzender des Rechtsausschusses
  • Sprecher für Energiepolitik, Verbraucherschutzpolitik, Netzpolitik und Digitalisierung
  • Rechtsausschuss, Energieausschuss
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