Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
12. August 2020

Lücken im öffentlichen Gesundheitsdienst schnell schließen, dafür Bundesförderung effizient nutzen!

Zur heutigen Berichterstattung über die Lücken insbesondere bei den Schuluntersuchungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Julian Barlen: 

„Für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) unverzichtbar. Dieser beginnt bei dem von uns eingeführten Erinnerungssystem für die U-Untersuchungen für mehr Kindergesundheit, die Schuluntersuchungen, Impfungen, Aufklärung, Gesundheitserziehung und -beratung und geht bis hin zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Hierfür benötigt der ÖGD die beste personelle und technische Ausstattung.

Die bestehenden Personalmängel müssen jetzt vom Landesgesundheitsminister schnell und effizient beseitigt werden. Dafür sollte er das auf Bundesebene aufgelegte ÖGD-Hilfspaket im Umfang von vier Milliarden Euro nutzen. Für Mecklenburg-Vorpommern stehen daraus 80 Millionen Euro bereit. Die Arbeit im ÖGD muss attraktiver und die Vergütung verbessert werden, damit sich Ärztinnen und Ärzte für den Öffentlichen Dienst entscheiden. Dazu gehört, dass die Tarife der Ärztinnen und Ärzte im ÖGD an die Bezahlung in den Krankenhäusern angeglichen werden.

Auch muss die Hard- und Software der Gesundheitsämter auf den neusten Stand gebracht werden und eine übergreifende Datenbank entstehen, die gerade bei der Eindämmung von Pandemien wichtiges digitales Handwerkszeug sind. Die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsämtern, Landesgesundheitsamt, Laboren und Instituten muss evaluiert werden. Weitere Bausteine zur Stärkung des ÖGD sind die Schaffung von Professuren und die verstärkte Einbeziehung in die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzte. Ein guter Öffentlicher Gesundheitsdienst schützt die Gesundheit aller. Dafür müssen sich alle Akteure in Kommunen, Land und Bund gemeinsam einsetzen.“
Themen: #Gesundheit
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  • Sprecher für Gesundheitspolitik, Strategien gegen Rechtsextremismus