Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. November 2013

Mädchen- und Frauenhäuser erfüllen eine wichtige Schutzfunktion

Mädchen- und Frauenhäuser erfüllen eine wichtige Schutzfunktion

Martina Tegtmeier: Kürzungspläne bei Greifswalder Frauenhaus zeugen von fehlendem Verständnis für die Lage der Betroffenen

Zur Ankündigung der Hansestadt Greifswald und des Landkreises Vorpommern-Greifswald, die Mittel für das Frauenhaus in Greifswald im kommenden Jahr um insgesamt 10.000 Euro zu kürzen, erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Martina Tegtmeier:

„Es gibt keinen Automatismus, der eine Stadt oder einen Landkreis zwingt, den Rotstift bei freiwilligen Leistungen für Menschen in Notlagen anzusetzen. Ein Frauenhaus muss 24 Stunden an sieben Tagen die Woche erreichbar sein, sonst kann es seine Grundfunktion in einem Notfall nicht erfüllen. Wenn der Landkreis Vorpommern-Greifswald nun aber ausgerechnet in der Antigewaltwoche verkündet, hier Abstriche vornehmen zu wollen, dann zeugt dies von einem fehlenden Verständnis für die Lage der von Gewalt im häuslichen Umfeld betroffenen Mädchen, Frauen und Kinder.

Mädchen- und Frauenhäuser erfüllen eine wichtige Schutzfunktion in Notsituationen. Deswegen hat das Land die Landeszuschüsse für diese Hilfeeinrichtungen seit 2006 kontinuierlich um 24 Prozent angehoben. Die Gesamtmittel für den Komplex der Hilfe und Beratung bei häuslicher und sexueller Gewalt wurden seit 2006 vom Land um über 650.000 Euro gesteigert. Es wäre im Interesse der betroffenen Frauen und Mädchen wünschenswert, wenn auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Hansestadt Greifswald im Gegenzug ihre Mittel mindestens konstant hielten."

  • Sprecherin für Innen- und Kommunalpolitik
  • Innenausschuss